Bei Großgründling, an der Grenze zwischen Nandlstadt und Au, soll bald ein erstes Windrad entstehen. SymbolFoto: DITTRICH/DPA
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Windräder können helfen, die Klimaziele zu erreichen.

Fürstenfeldbruck

Stadt will bis 2035 klimaneutral werden

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Bis zum Jahr 2035 will die Stadt die bilanzielle Klimaneutralität erreichen. Das bedeutet, dass der CO2-Ausstoß bis Ende 2035 auf null gebracht werden muss.

Fürstenfeldbruck – CO2, das trotzdem in die Luft kommt, muss an anderer Stelle kompensiert werden. Der Stadtrat folgte der Empfehlung des Umweltausschusses und stimmte mit großer Mehrheit für das Ziel.

Die fünf Gegenstimmen kamen aus Reihen der CSU. Es sei richtig, dass man sich Ziele setzen müsse, sagte Fraktionsvorsitzender Andreas Lohde. Aber er sei skeptisch. Unter Umständen müsse man sich dem Vorwurf aussetzen, dass man etwas suggeriere, was man nicht vollends einhalten könne. „Das trägt nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit bei.“ Er sei gespannt auf die Maßnahmen. Wie die aussehen, wollte Martin Kellerer (CSU) wissen. Man könne etwa mit Aufforstung kompensieren, erklärte Jan Halbauer (Grüne). Er fand es wichtig, sich ein Ziel zu setzen. „Manche Entscheidungen sind schmerzhaft.“ Sie nicht zu treffen, werde schmerzvoller für die Zukunft.

Man müsse eben versuchen, bei Projekten auf Recyclingbeton und begrünte Lärmschutzwälle zu setzen, meinte Christian Götz (BBV). Als Beispiel nannte er die geplante Eishalle. Philipp Heimerl (SPD) konnte die Bedenken nachvollziehen. Er sei gespannt, wie der Stadtrat die Vorschläge umsetze, die die Beiräte und Fridays for Future erarbeitet haben.

Auch der Umweltausschuss hatte sich mit großer Mehrheit für die bilanzielle Klimaneutralität ausgesprochen. Klimaschutzreferentin Alexa Zierl (ÖDP) dankte, dass ihr Antrag so große Mehrheit fand. Eine Arbeitsgruppe wird sich nun mit Vorschlägen von Stadtjugendrat, Umweltbeirat und Fridays vor Future auseinandersetzen. Im März sollen erste Maßnahmen in den politischen Gremien diskutiert werden.  imu

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