Verkehrsclub: Umdenken bei Mobilität beginnt vor der eigenen Haus
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Carsharing: Umdenken bei Mobilität beginnt vor der eigenen Haus.

Fürstenfeldbruck

Carsharing-Anbieter sollen Gebühr für Stellplätze bezahlen

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Die Stadt möchte ein Car-Sharing einführen. Die Anbieter dürfen Stellplätze auf öffentlichen Flächen nutzen. Dafür verlangt die Stadt eine monatliche Gebühr von 30 Euro.

Fürstenfeldbruck – Carsharing soll an den Mobilitätsstationen, Park & Ride-Plätzen und auch an Parkplätzen, etwa in der Dachauer- und Augsburger Straße oder am Viehmarktplatz, angeboten werden. Dafür verlangt die Stadt eine Gebühr. Ordnungsamtsleiterin Birgit Thron stellte klar, dass diese nicht die Nutzer, sondern die Anbietern zahlen sollen. Finanzreferent Klaus Wollenberg (FDP) regte an, doch auf 50 Euro zu gehen, damit sich der Verwaltungsaufwand lohne. Die Verwaltungsgebühr werde zusätzlich berechnet, entgegnete Alexa Zierl (ÖDP). Sie beantragte, die Gebühr auf zehn Euro zu reduzieren – analog zum Monatsticket auf den Park & Ride-Plätzen. „Wir wollen das Carsharing nicht benachteiligen.“ Ihren Änderungsantrag lehnte der Finanzausschuss ab. „Es gibt keinen Grund, für Carsharing die soziale Ader aufzumachen“, sagte Wollenberg.

Thron erklärte, dass nicht viele Kommunen öffentlichen Raum für Stellplätze anbieten. Meist geschehe das auf privatem Grund. Und bei den wenigen Kommunen werde überwiegend 30 Euro verlangt. Die Unternehmen würden es nicht machen, wenn es keinen Gewinn bringe, meinte Jan Halbauer (Grüne). Er befürchte nicht, dass die Kosten unverhältnismäßig an die Nutzer weitergegeben werden. Und man nehme die Parkplätze anderen Unternehmen weg, ergänzte Andreas Lohde (CSU). Es sei ohnehin ein Signal, an neuralgischen Punkten Flächen bereit zu stellen. Der Ausschuss setzte einstimmig die 30 Euro fest.  imu

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