Auf der ehemaligen Stockschützenbahn wird künftig Streetball und Streetsoccer gespielt. Das Vereinsheim bekommt der Stadtjugendrat.	foto: weber
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Auf der ehemaligen Stockschützenbahn wird künftig Streetball und Streetsoccer gespielt. Das Vereinsheim bekommt der Stadtjugendrat.

Fürstenfeldbruck

Stockschützen-Areal wird zum Jugendtreff

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Das ehemalige Gelände der Stockschützen an der Amper wird für die Öffentlichkeit hergerichtet. Neben dem Bolzplatz gibt es künftig Plätze für Beachvolleyball, Streetball und Streetsoccer sowie eine Pumptrack-Anlage. Das Vereinsheim bekommt der Stadtjugendrat.

Fürstenfeldbruck – Nachdem der Stockschützenverein seine Vorstandschaft nicht mehr besetzen konnte, entschied er sich zur Auflösung. „Das Areal schreit nach einer Nutzung durch die Öffentlichkeit“, sagte Sportreferent Martin Kellerer (CSU) im Ausschuss für Integration, Soziales, Jugend und Sport. In Abstimmung mit dem Sportbeirat hatte er einen Antrag gestellt. Die Verwaltung hat in kurzer Zeit ein Konzept ausgearbeitet. So soll das Gelände vor allem ein Treffpunkt für die Jugendlichen werden.

Streetsoccer-Tore

Auf der nördlichen Hälfte der Stockschützenbahn werden zwei Streetsoccer-Tore aufgestellt. Auf die andere Seite kommen vier Körbe für Streetbasketball. Auch der Radlclub ADFC darf die Fläche für seine Trainings nutzen. Außerdem kommt ein Zweifach-Beachvolleyballfeld auf das Gelände. Bäume trennen dieses vom Fußballfeld. Der Fußballplatz wird verkleinert, behält aber den Charakter eines Großspielfeldes.

Auf Anregung des Sportbeirats wird auch eine Pumptrackanlage gebaut. „Es ist eher für die Jüngeren gedacht, da es einfach zu befahren ist“, sagte der Vorsitzende Joachim Mack. Tina Jäger (SPD) regte an, die Anlage zu asphaltieren. Dies wird in der Verwaltung geprüft.

Der angrenzende Fußballplatz ist im Besitz des SC Fürstenfeldbruck. Doch dieser nutzt ihn nicht komplett, sondern lässt bereits Hobbymannschaften darauf trainieren. Daher wird die Verwaltung mit dem SCF in Verhandlungen treten, ob der Platz ab September oder später für die Allgemeinheit freigegeben wird. „Früher können wir nicht auf das Gelände, da es den Stockschützen so lange noch gehört“, erklärte der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Michael Maurer. Alexa Zierl (ÖDP) regte an, im Rahmen der Umrüstung der Flutlichtanlagen auf LED auch diesen Platz einzubinden.

Pumptrack, Feuerstelle und viel Sport: So will die Stadt das Areal an der Amper gestalten.

Die Vereinshütte der Stockschützen soll in die Hände des Stadtjugendrats kommen. Denn dieser hat bisher keine Bleibe. „Es ist hergerichtet und ein tolles Vereinsheim“, sagte OB Erich Raff. Dies gebe dem Gremium mehr Verantwortung und Attraktivität, ergänzte Jan Halbauer (Grüne). Man habe beim Jugendcafé von Subkultur gesehen, was entstehen kann, wenn Jugendliche hineinkommen, meinte Jugendreferent Lukas Braumiller (BBV). „Das werden tolle Sachen.“

Auch andere Vereine suchen

Willi Dräxler (BBV) wies darauf hin, dass auch andere Vereine eine Heimat suchen, etwa die Rugbyspielerinnen. Er regte an, am Vereinsheim Duschen anzubringen. Man wisse um die Vereine, die noch keine Heimat haben, sagte Mack. „Wir müssen schauen, wo was geht.“ Zumal man auch auf dem Aumühlen-Areal eine Ecke für ein Sportlerhaus bereitstelle, ergänzte Raff. Federführend soll die Hütte beim Stadtjugendrat bleiben. Andere Vereine könnten sie sicher für Veranstaltungen nutzen.

Feuerstelle neben dem Bolzplatz

Auch für ausreichend Sitzgelegenheiten wird gesorgt. Neben dem Bolzplatz wird zudem eine Feuerstelle angelegt. Die Freifläche eignet sich als temporärer Zeltplatz. Die angrenzenden Biotopbereiche bleiben ungerührt. Man müsse auch beschließen, dass die Eishalle dort nicht gebaut wird. Denn Thomas Brückner (Grüne) hatte das Areal ins Spiel gebracht. Doch der Ausschuss entschied einstimmig, das Gelände für die Jugend zu gestalten.

Das gesamte Projekt kostet rund 80 000 Euro. „Wir werden es stufenweise umsetzen, da die Haushaltslage angespannt ist“, erklärte Kellerer. Los geht es nächstes Jahr mit der ehemaligen Stockschützenbahn. Pumptrackanlage, Feuerstelle, Beachfelder und Sitzgelegenheiten folgen 2023. Die Jugendlichen sollen bereits ab Herbst auf das Gelände. Die Jugendarbeiter werden es als Treff bewerben. Denn an anderen Orten gab es immer wieder Probleme mit Anwohnern.

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