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Gute Laune auf dem Open Air im Alten Schlachthof - dann legt Regen das Keyboard lahm

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Festival-Stimmung auf dem Gelände des Alten Schlachthofs: Nach zwei Jahren Pause konnte die Subkultur wieder ihr Open-Air-Festival veranstalten.
Festival-Stimmung auf dem Gelände des Alten Schlachthofs: Nach zwei Jahren Pause konnte die Subkultur wieder ihr Open-Air-Festival veranstalten. © Peter Weber

Bands und Musiker aus der Region auf der Freiluftbühne, daneben eine Knödelbar, ein Bällebad und die neue „Pfefferminza“-Bar. Das Programm des Open-Air-Festivals der Subkultur war breit gestreut. Improvisieren mussten einige Musiker, als ein Schauer das Keyboard lahmlegte.

Fürstenfeldbruck – Nach zwei-jähriger Coronapause hieß es wieder Musik und gute Stimmung auf der Lände. Beim Subkultur-Open-Air am Wochenende gaben sich Bands und Musiker auf der Outdoor-Bühne das Mikrofon in die Hand, darunter „Der chöne Pernhard“, „Roots Caravan“, die Augsburger Band „John Garner“ und „Brainscha“.

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Für zwischendurch hatte das Team des Vereins „Musikinitiative Subkultur“ Essensstände organisiert – aber auch ein Bällebad für die jüngsten Besucher aufgebaut. An einem Fotostand konnten die Festival-Besucher ihre Erinnerungen festhalten. Raphael Knipping verbreitete an einem separaten DJ-Pult die passende Festivalstimmung.

„Wir sind hier immer gerne“, sagte Lisa Seifert (31), Sängerin der Band „John Garner“. Zusammen mit ihren Bandkollegen trat sie am Samstag auf der Outdoor-Bühne auf. Die Augsburgerin erinnerte sich, dass die Band „John Garner“ schon zu ihren musikalischen Anfängen im Brucker Schlachthof aufgetreten war. „Hier sind immer coole Bands und echt coole Leute. Deshalb haben wir uns besonders über die Einladung gefreut“, sagte Lisa Seifert. „Man fühlt sich einfach wohl.“

Die Stimmung auf der Lände ließ sich nicht trüben, auch nicht durch das ein oder andere wetterbedingte Problem: Am Freitagabend musste die Band „Der chöne Pernhard“ spontan von der Freiluftbühne in die Innenräume des Geländes umziehen: „Obwohl es so spontan war, wurde aber alles super technisch umstrukturiert“, sagte Bandmitglied Willy (31).

Doch als die Band dann sicher im Trockenen war, zeigte sich, dass der Regen seine Spuren hinterlassen hatte. Das Keyboard war lahmgelegt. Schnelle Hilfe kam vom Gitarristen der Band, Jakob Schuster. „Da wir kein Keyboard mehr hatten, hat er einfach alles mit dem Mund nachgemacht“, erzählte Schlagzeuger Joe Kellerer (33). Die Band einschließlich des Publikums seien erstaunt gewesen.

Mit einem Regenschauer am Samstagabend hatte dann ein anderer Headliner des Programms zu kämpfen: „Wir mussten alles komplett ab- und ein zweites Mal aufbauen“, erzählt Brainscha (26) nach seinem Auftritt. Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch: „Es ist super, wie die Leute mitmachen.“

Der Musiker aus Mammendorf sagte, er trete immer gerne beim Open-Air der Subkultur auf. Auch er hatte, wie viele Bands aus dem ganzen Landkreis, bei Subkultur seine ersten Schritte gemacht. „Im Schlachthof hat man auch einfach ein besonderes Gefühl, weil man in der Menge vor sich so viele bekannte Gesichter und Freunde sieht“, sagte Brainscha.

Eine Besucherin des Open-Air-Festivals sagte: „Das ist hier einfach eine Institution.“ Sie und ihr Mann haben den Schlachthof und damit die Subkultur großwerden sehen, vor allem auch wegen der eigenen Kinder. „Mittlerweile gehört das Open-Air für uns zum Sommer“, ergänzt ihr Ehemann.

Die beiden hatten selbst auch einen Anteil am Erfolg des Festivals, denn die „Pfefferminza“-Bar wurde bei ihnen zuhause in der Garage gebaut. „Wir haben geholfen, sie auf ihren Rädern herzufahren“, erzählte der Brucker. Generell hofft das Ehepaar, dass die Subkultur erhalten bleibt – die beiden versprachen mit einem Lächeln, später auch mit ihren Enkeln herzukommen. Christina Strobl

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