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Sitz-Konzert: Die Band „For Granted“ spielt im Sitzen. Das Publikum macht es den Musikern nach.

Erdiger Gitarrensound

Subkultur-Open-Air bei perfektem Festival-Wetter

Zwei Tage Festival im Herzen der Stadt – das Open Air der Subkultur am Alten Schlachthof zeigt wieder: Rock ‘n’ Roll lebt.

Fürstenfeldbruck – Ihr habt den Rave vergessen, wird vielleicht so mancher Gast den Veranstaltern zurufen. Aber in der Flut der Tages-Festivals mit elektronischer Musik schaffen die Brucker es dennoch herauszustechen. Denn beim Open Air der Subkultur gibt es zwei Tage lang erdigen Gitarren-Sound für die Besucher.

Am Freitag wird zum Beispiel „bird berlin“ von den Besuchern gefeiert. Der Berliner Singer-Songwriter hat sich mittlerweile schon eine kleine Fan-Gemeinde in Fürstenfeldbruck aufgebaut, da er schon öfter hier gespielt hat. Er verbreitet Liebe und Glitzer am Freitagabend.

Am Samstagabend entern dann die Headliner von „Mainfelt“ die Bühne, und dazu muss man dem Booking-Verantwortlichen Max Spieler von der Subkultur wirklich gratulieren. Die Folk-Rocker mit Banjo im Gepäck entpuppen sich als Glücksgriff in puncto zupackende Songs und eingängige Melodien.

Von den Bands, die am Schlachthof gastieren, gibt es auch das größte Lob, über das sich Subkultur-Vorsitzende Aline Pronnet freuen kann: Hier kommen die Musiker nicht nur zum Abspielen ihres Gigs, sondern lassen sich auf dem Festival mitnehmen und kommen schon früher, um hier etwas Zeit zu genießen.

Die Besucher sehen es genauso. Viele kommen schon seit einigen Jahren und regelmäßig her. Für Volker Racho (27) und Miriam Wolf (25) ist der Schlachthof auch im Frühling und Herbst ihre Adresse für das Feiern. Die beiden Brucker und ihr Freundeskreis kommen deswegen auch an beiden Tagen in den Schlachthof. „Wenn man schon so etwas vor der Haustür hat, dann sollte man es auch unterstützen“, sagt der Unternehmensberater Volker Racho.

Für die Anwesenden natürlich die halbe Miete ist das staubtrockene Wetter an beiden Festivaltagen. Ein „Sauglück“ hatten die Veranstalter mit dem Wetter, sagt Aline Pronnet. Am Donnerstag hatten die Ehrenamtlichen noch im strömenden Regen aufgebaut und wurden klatschnass – eine „Höchstleistung“ der Helfer, wie Pronnet sagt –, doch rechtzeitig zum Wochenende schlug das Wetter ins Trockene um.

Für die zwei Tage hat man an der 1000er-Marke der Besucherzahl gekratzt, sagen die Verantwortlichen. Am Freitag- sowie am Samstagabend ist das Gelände komplett gefüllt. Nach den Konzerten geht es noch im Innenraum des Schlachthofes weiter. Einziger Minuspunkt: Schon am frühen Samstagabend versiegen die Quellen an der Pfeffi-Schnapsbar.

Von Fabian Dilger

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