Talentwettbewerb

Fürstenfeldbruck sucht den Superstar

Wer sagt, dass nur Dieter Bohlen im Fernsehen talentierte Stars küren kann? Die Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt (AWO) machen das schon seit 1989. Beim 40. Jubiläum des Talentschuppens war sogar Prominenz zu Gast – zumindest fast.

Fürstenfeldbruck Wenn Bally Prell, die berühmte Münchner Volkssängerin und Vortragskünstlerin, im Bürgersaal im Josefstift auftritt, dann ist wieder Talentschuppen-Zeit. In diesem Fall wagt sich Christine Bustorff daran, die bekannte und bereits verstorbene Sängerin des Liedes „Die Schönheitskönigin von Schneizlreuth“ im gut gefüllten Saal zu imitieren.

Ausgestattet mit Schärpe und Diadem zögert sie nicht lange und schmettert los. Und tatsächlich: Nicht nur die Bewegungen erinnern an die Künstlerin. Auch der Gesang ist dem der Münchnerin ähnlich. Das honoriert das Publikum – mit andauerndem Applaus.

Lacher für lustige Geschichten

Lacher erntet dagegen Eleonore Anker für ihre Geschichten, die sie mit viel Leidenschaft vorträgt. Die Seniorin ist bereits seit vielen Jahren regelmäßig beim Talentwettbewerb dabei. Diesmal hat sie eine lustige Geschichte aus Bruck von 1927 ausgegraben, die sie den Gästen nicht vorenthalten wollte.

Zwei mal im Jahr findet der so genannte Talentschuppen der AWO im Bürgersaal statt. Meist treten Laien als Musiker, Vorleser, Kabarettisten und Imitatoren auf. Hier geht es aber nicht darum, wer am Ende der Beste ist. Sondern darum, gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen.

Von Anfang an dabei war die AWO-Musikgruppe unter der Leitung von Christa Kleemann. „Die Musikgruppe bestand damals, als ich dazu kam, aus einer rüstigen 90-Jährigen, die ein verstimmtes Klavier gespielt hat. Ich habe sie dann mit der Geige begleitet“, erzählt Kleemann. Inzwischen sind die Musiker zu dritt. So eine Band macht dann natürlich schon etwas mehr her. Und schließlich wollen die Sänger auf der Bühne auch begleitet werden. Auch zwischen den Darbietungen bringen die Musiker Schwung in die Bude. Auf ein bestimmtes Genre haben sie sich nicht festgelegt. Von Klassik bis Irish Folk ist alles dabei.

Die Moderation übernahm zum 40. Jubiläum Franz Leckenwalter, der auch selbst eine Geschichte von Michl Ehbauer über die Entstehung der Salzstange zum Besten gab. Er folgt Elfriede Hoffmann nach, die dieses Jahr in die Riege der Akteure wechselte. Sie selbst trug zwei lustige Geschichten in bayerischer Mundart vor, die im Saal für Lacher sorgten. Dass Hoffmann im Herbst beim nächsten Talentschuppen wieder dabei ist, steht fest. Wie Organisator Hans Lintner sagt, dürfen auch Brucker, die nicht Mitglied bei der AWO sind, in den Bürgersaal kommen und sich auf die Bühne stellen oder im Publikum einen schönen Nachmittag verbringen. „Es sind alle eingeladen. Wir freuen uns immer über Nachwuchs“, sagt Lintner und lacht.

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