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Nina Helleberg aus Fürstenfeldbruck hat neue Helfer für die Tafeln organisiert

Fürstenfeldbruck

Tafeln haben neue Helfer – und brauchen Geld

Die Tafeln im Landkreis arbeiten wieder. Doch die Herausforderungen in der Corona-Krise sind gewaltig. Ältere Helfer müssen zu Hause bleiben. Zudem kommen aus Gastronomie und Großhandel viel weniger Lebensmittel. Die Tafeln sind daher auf junge Helfer und Geldspenden angewiesen. Die bekommen sie jetzt – auch von der Tagblatt-Aktion „Kette der helfenden Hände“.

Fürstenfeldbruck – Viele der ehrenamtlichen Helfer der Tafeln sind ältere Menschen. Sie gehören in der Corona-Krise zur Risikogruppe – und müssen deshalb daheim bleiben. Der Betrieb musste daher sogar kurzzeitig eingestellt werden. Mittlerweile läuft die Lebensmittel-Ausgabe wieder – auch dank der Fürstenfeldbruckerin Nina Helleberg vom Münchner Verein KinderLeicht.

Tafel-Helfer packen Tüten

Die Idee der 27-Jährigen: Die Tafeln mit jungen Menschen unterstützen, die nicht zur Risikogruppe gehören. Die Resonanz nach einem Aufruf bei Facebook war gewaltig. „Es ist toll, dass so viele junge Leute dabei sind“, sagt die Projektleiterin. Die neuen Helfer packen jetzt Tüten für die Tafel-Kunden und geben sie im Freien aus. Denn in die Läden dürfen die Bedürftigen wegen der Ansteckungsgefahr nicht mehr.

Montags werden seitdem 140 Tüten für Maisach und Olching zusammengestellt, mittwochs 280 für Fürstenfeldbruck und Puchheim. „Wir können so zwar kaum auf individuelle Wünsche eingehen. Aber es gibt deshalb keine Beschwerden. Die Leute sind uns sehr dankbar“, sagt Helleberg strahlend.

Tafel bietet sogar Lieferdienst

Mittlerweile gibt es sogar einen Lieferdienst für rund 40 Bedürftige. „Den beanspruchen vor allem Menschen aus der Risikogruppe“, erzählt die Bruckerin. Ein Fahrzeughersteller hat dafür kostenlos einen Lieferwagen sowie zwei ehrenamtliche Fahrer zur Verfügung gestellt.

Eine weitere Herausforderung ist der Rückgang der Lebensmittelspenden. Aus der coronabedingt geschlossenen Gastronomie kommt nichts mehr. Und auch Großhändler haben immer weniger übrig. Deshalb sind die Tafeln dringend auf Geldspenden angewiesen. Die kommen auch – vor allem von Privatpersonen, sagt Hedwig Früchtl, Leiterin der Brucker Tafel. Auch von den Konten des Tagblatts wurde schon 2000 Euro überwiesen. Die Bürgerstiftung kauft davon Lebensmittel für die Bedürftigen. Früchtl: „Es ist eine echte Notsituation“. (Von Lisa Fischer)

Die Hilfsaktion

„Kette der helfenden Hände“ des Brucker Tagblatts unterstützt die Tafeln. Die Spendenkonten:

Sparkasse Bruck IBAN: DE23700530700008128126

VR-Bank Bruck IBAN: DE93701633700000037788

So funktioniert die Kette der helfenden Hände

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