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Zehnmal darf Silvia Schröder (2.v.l) mit ihrem Therapiehund Simmerl zu den Senioren ins Theresianum kommen. Den Gutschein übergaben Katinka Holupirek (l.) und Laura Joppien (r.) von der Initiative „We come back stronger“ an Schwester Klara und Anita Beer vom Altenheim. 

Fürstenfeldbruck

Therapiehund Simmerl heitert Senioren auf

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Schon lange hatten die Bewohner des Theresianums keinen tierischen Besuch mehr. Doch demnächst darf Therapiehund Simmerl die Senioren wieder aufmuntern. Das Pflegeheim bekam aus einer Spendenaktion einen Gutschein für zehn Hundebesuche.

FürstenfeldbruckSimmerl ist ein dreijähriger Golden Retriever – und er ist ein echter Profi. Er hat eine Ausbildung zum Therapiehund durchlaufen und war schon als Welpe im Einsatz bei Kindern mit Behinderung und Senioren. Seine Besitzerin Silvia Schröder weiß, dass sie sich auf Simmerl verlassen kann. Er lässt sich streicheln, kuschelt mit Bettlägerigen, spielt mit Einzelpersonen oder Gruppen. Ein Besuch dauert etwa 45 Minuten. Schröder merkt an der Körpersprache ihres Vierbeiners, wann es reicht. „Wenn er immer wieder gähnt, wird es ihm zu viel.“

Vor eineinhalb Jahren hatte das Theresianum zuletzt einen Therapiehund im Haus. Als kürzlich Laura Joppin und Katinka Holupirek von der Spendeninitiative „We come back stronger“ (WCBS) anriefen und fragten, womit man den Heimbewohnern eine Freude machen könnte, kam die Antwort der Qualitätsbeauftragten Anita Beer wie aus der Pistole geschossen: Der Hund sollte wieder kommen. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Corona-Regeln den Hundebesuch bald wieder zulassen. Neben Angehörigen dürfen auch Therapeuten von außerhalb seit kurzem wieder ins Haus kommen.

Gutschein-Übergabe

Oberin Schwester Klara, seit Anfang April im Theresianum tätig, hat die positiven Effekte von Therapiehunden in anderen Heimen schon oft miterlebt. „Die alten Menschen blühen regelrecht auf. Demenziell Erkrankte fangen wieder an zu sprechen und erzählen von früher. Das Langzeitgedächtnis wird aktiviert und die Feinmotorik gefördert. Und neuen Bewohnern hilft der Hund beim Eingewöhnen.“

Silvia Schröder vom Therapiehundeverein Deutschland macht die Besuche ehrenamtlich. Die Kosten von 18 Euro pro Einsatz fließen zum größten Teil in die Haftpflichtversicherung, der Rest wird für die Ausbildung neuer Therapiehunde und für Einsätze bei Kindern mit Behinderung verwendet, denn für sie sind die Hundebesuche kostenlos.

Bei der Gutschein-Übergabe hatten die beiden Türkenfelder Schwestern Laura Joppien und Katinka Holupirek auch für die Theresianums-Mitarbeiter ein Geschenk dabei – 15 Tickets für das Lichtspielhaus. Die Initiative WCBS sammelt Geld über den Verkauf von Kapuzenpullis und finanziert damit Sachspenden an soziale Einrichtungen in der Region. Gleichzeitig werden damit heimische Geschäfte unterstützt.

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