Schwierige Suche: Sebastian Pleil hat noch keine neuen Räumlichkeiten für sein Schuhgeschäft gefunden.

Fürstenfeldbruck

Traditions-Schuhgeschäft muss umziehen

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Aus zwei Filialen mach eine: Das plant das Orthopädie- und Schuhgeschäft Pleil. Noch ist man auf der Suche nach einem größeren Laden. Doch die gestaltet sich schwierig.

Fürstenfeldbruck – An der Schöngeisinger Straße steht der Schuhladen von Pleil Orthopädie. Das Haus mit dem markanten Durchgang zum Silbersteg wurde verkauft. Daher ist die Zukunft des Geschäfts ungewiss. „Da wird sich sicher etwas tun“, sagt Geschäftsführer Sebastian Pleil, der die Firma seit dem Jahr 2014 – damals wurde sein Vater Klaus Pleil als Oberbürgermeister gewählt – in der vierten Generation führt. Eine Kündigung gebe es noch nicht, betont der 27-Jährige. Dennoch schaut er sich nach neuen Räumlichkeiten um.

Orthopädie- und Schuhgeschäft Pleil: Schwierig, eine Verkaufsfläche zu finden

Und das nicht erst seit gestern. Denn nur etwas weiter stadtauswärts steht seine zweite Zweigstelle – die Orthopädie mit Werkstatt. „Zwei Filialen im Abstand von 500 Metern, das macht keinen Sinn“, sagt Pleil. Daher ist er bereits seit einem Jahr auf der Suche nach einem neuen Laden, um beide Geschäfte zusammenzuführen. Er sei auch in Kontakt mit der Wirtschaftsförderung im Rathaus. Doch es gestalte sich schwierig, in der Innenstadt eine Verkaufsfläche von 1000 bis 1500 Quadratmetern zu finden.

Daher schaut Pleil auch in der Buchenau, denn die Lage ist für ihn nicht das entscheidende Kriterium, eher passende Räumlichkeiten und Parkplätze. Das Gerücht, dass er dort bereits fündig geworden ist, dementiert er jedoch vehement. „Es ist nichts fix. Weder ein Vertrag gekündigt, noch ein neues Gebäude gefunden.“

Orthopädie- und Schuhgeschäft Pleil: Die Auftragslage ist ganz gut

Durch die Zusammenlegung von Werkstatt und Schuhladen will sich Pleil außerdem vergrößern. „Wir stoßen an unsere Grenzen.“ Denn die Auftragslage sei ganz gut, in der Werkstatt werde es eng. Dort können sich die Kunden nicht nur orthopädische Schuhe nach Maß anfertigen lassen, sondern auch Einlagen, Kompressionsstrümpfe, Bandagen und mehr. Zudem wird Podologie, sprich medizinische Fußpflege, angeboten. „Wir entwickeln uns immer mehr in Richtung Sanitätshaus“, erklärt der 27-Jährige. So wie es in der Filiale in Gröbenzell bereits der Fall ist.

Fürs Personal würde sich dann nur die Adresse ändern. 23 Mitarbeiter sind derzeit in den drei Filialen beschäftigt. Durch ein einziges Geschäft in Bruck – die Zweigstelle in Gröbenzell bleibt – würden sich die Arbeitsmöglichkeiten verbessern, sagt Pleil. Und man brauche womöglich durch die größere Fläche mehr Personal, für Verkauf und Werkstatt. Der Schuhhandel werde immer dazu gehören, betont der Geschäftsführer. „Aber der Gesundheitsmarkt ist deutlich interessanter für mich.“

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