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Ein kleiner Wertstoffhof

Landkreis Fürstenfeldbruck

Umfrage: Wie gut ist das Müll-System?

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Wertstoffhof, Biobabfall und Restmüll-Tonne: Eine repräsentative Umfrage soll klären, wie die Landkreis-Bürger das Abfallsystem in der Brucker Region bewerten. Die Pläne hierfür wurden jetzt vorgestellt.

Fürstenfeldbruck – Nach einem Beschluss des alten Kreistags hat der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) das Büro LQM mit der Umfrage beauftragt. Geschäftsführerin Ute Kerber stellte jetzt im Werkausschuss des Kreistags vor, wie die Umfrage gestaltet werden soll. Geplant ist eine standardisierte repräsentative Erhebung via Telefon. LQM wird 1000 Bürger anrufen und sie um Teilnahme bitten. Parallel dazu soll es eine (etwas abgespecktere) Version im Internet geben, an der jeder teilnehmen kann. Wirklich repräsentativ sei aber nur die Telefonbefragung. Denn bei der Online-Version bestehe die Gefahr, dass nur solche Bürger teilnehmen, die ein besonderes Interesse an einem Thema haben. Das würde die Ergebnisse verfälschen. Ziel ist, dass nicht bestimmte Gruppen von Bürgern teilnehmen. Es soll ein Querschnitt entstehen – aus allen Altersgruppen und Orten etwa.

Kennen die Leute den AWB?

Insgesamt gehe es darum, dass die Bürger mitwirken können, denn nur so trügen sie das System mit. Natürlich soll die Studie aber auch Erkenntnisse über die Wünsche der Bürger liefern. Gefragt werden soll unter anderem, ob den Angerufenen der AWB überhaupt bekannt ist, wie zufrieden die Bürger mit den verschiedenen Arten der Müllerfassung und den verschiedenen Behältern sind, aber auch, welche Arten der Entsorgung Bürger nutzen. Die Befragung soll zwischen zehn und 15 Minuten dauern.

Damit die Ergebnisse nicht zu sehr durch die Corona-Krise beeinflusst werden, sollen die Telefoninterviews frühestens nach den Sommerferien beginnen. Die Ergebnisse sollen dann Mitte Oktober vorliegen. Wie Ute Kerber im Ausschuss erzählte, habe ihr Büro andernorts zwei Befragungen in Corona-Zeiten durchgeführt. Die Bürger hätten da eine große Wertschätzung gegenüber der Müllabfuhr geäußert, da sie trotz Krise funktionierte.

Abfallreferent Jakob Drexler (UBV) vermisste in dem Katalog eine Frage danach, ob das Müllkonzept aus Sicht der Bürger dem Ziel der CO2-Reduzierung dient. Ute Kerber aber war der Ansicht, dass das viele überfordern könnte. „Wir müssen einfache Fragen stellen.“ Ingrid Jaschke (Grüne) merkte an, dass im Online-Katalog eine Frage nach der Nutzung von kleinen und großen Wertstoffhöfen nicht enthalten sei. Das liege daran, dass man online eine kürzere Version darbieten wolle, erklärte Kerber. „Sonst brechen die Leute ab.“

Mehr Müllvermeidung

Wie kann es gelingen, künftig mehr Müll zu vermeiden? Dieser Frage wollen der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises und der neue Wertstoffreferent, Jakob Drexler, nachgehen. Ein entsprechendes Konzept soll dann vorgelegt werden. Vorangegangen war eine Diskussion über eine Reduzierung der vom AWB geforderten Mindest-Volumen bei den schwarzen Tonnen (Beispiel: Ein Privathaushalt mit zwei Personen braucht eine 40-Liter-Tonne). Jakob Drexler hatte vorgeschlagen, kleinere Tonnen für diejenigen Bürger zuzulassen, die freiwillig möglichst wenig Müll produzieren. Im zuständigen Werkausschuss allerdings zeichnete sich dafür keine Mehrheit ab, sodass Drexler den Antrag zurückzog. Der AWB sorgte sich um die geregelte Müllabfuhr. Außerdem wollte niemand die große Müll-Mengen-Kontrolle anstrengen.

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