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Die Zweite Feuerwache wird immer teurer.

Aus dem Stadtrat

Und wieder wird die zweite Feuerwache teurer

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Die zweite Feuerwache an der Flurstraße wird teurer. Der Stadtrat genehmigte nach längerer Diskussion weitere 144 000 Euro für drei Gewerke.

Fürstenfeldbruck – Allerdings mit Zähneknirschen, denn die laufenden Steigerungen bereiten den Räten Bauchschmerzen.

Rathaus-Jurist Christian Kieser überbrachte den Stadträten die schlechte Nachricht: Am Dienstagnachmittag lagen die Angebote für drei Gewerke beim Feuerwehrbau vor. Und die sind 144 000 Euro höher als gedacht – Geld, das im Budget nicht eingeplant ist. Der Grund: „Die Kostenschätzung ist durch die konjunkturelle Entwicklung eingeholt worden“, so Kieser. Der Architekt habe sogar mit 160 000 Euro gerechnet. Damit sind nun 25 Prozent ausgeschrieben, erklärte er auf Nachfrage von Hans Schilling (CSU).

Feuerwache ist eine Pflichtaufgabe der Stadt

In die Hand nehmen muss die Stadt das Geld, denn die Feuerwache ist eine Pflichtaufgabe. Schon jetzt können die geforderten Zeiten, bis die Einsatzkräfte den Osten der Stadt erreichen, nicht eingehalten werden. Daran werde die Stadt alle zwei Monate von der Regierung und dem Landratsamt erinnert. Kieser zeigte zwei Optionen auf: Entweder genehmigt der Stadtrat die Mehrkosten. Oder OB Erich Raff erledigt dies über eine dringliche Anordnung und informiert den Stadtrat im Nachgang.

Doch so einfach wollten die Räte die Kröte nicht schlucken. Denn bereits der Planungsausschuss hatte weitere 300 000 Euro bewilligt – zusätzlicher Bedarf für die Feuerwehr, erklärte Raff. „Das jetzt sind keine Nachmeldungen der Feuerwehr“, ergänzte Feuerwehrreferent Andreas Lohde (CSU).

Finanzreferent beklagt fehlende Tischvorlage

Finanzreferent Klaus Wollenberg ärgerte sich, dass es zu dieser Information nicht mal eine Tischvorlage gab. „Das Projekt fällt nur dadurch auf, dass es permanent teurer wird.“ Das solle man nicht so leicht schlucken, auch wenn nichts anderes übrig bleibe, als es zu genehmigen. 160 000 Euro Mehrkosten bei einem Sechs-Millionen-Projekt seien ärgerlich, meinte Raff. „Aber es läuft doch nicht aus dem Ruder.“

Der Rathauschef verteidigte das Vorgehen der Verwaltung: Die Zeit für eine Tischvorlage sei zu knapp gewesen. „Wir wollten Sie informieren.“ Er hätte das Geld auch gleich als dringliche Anordnung genehmigen können. Das nächste Mal werde man sich überlegen, ob man so kurzfristig Infos weitergebe. Eine Entscheidung nach der Sommerpause würde weitere zwei Monate Verzögerung bedeuten. „Das können wir uns nicht leisten.“

Stadträte fordern Aufarbeitung im Planungsausschuss

Alexa Zierl (ÖDP) plädierte für die dringliche Anordnung, um im Nachgang weitere Informationen zu erhalten. „Eine Aufarbeitung im Planungsausschuss wäre schön“, meinte auch Jan Halbauer (Grüne). Dennoch könne man zustimmen. „Es ist ein Vorzeigeprojekt mit Wohnungen und PV-Anlage.“

Kieser schlug vor, aus Transparenzgründen eine ausführliche dringliche Anordnung zu erstellen. Zudem soll der Architekt nach der Sommerpause im Planungsausschuss die aktuelle Entwicklung des Projektes darstellen. Der Stadtrat genehmigte die Mehrkosten gegen drei Stimmen. Die Aufarbeitung im Ausschuss wird es trotzdem geben.

Weitere Nachrichten aus der Stadt Fürstenfeldbruck finden Sie hier.

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