Fürstenfeldbruck

Deshalb ist die Unterkunft für Wohnungslose geschlossen

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Die Unterkunft für wohnungslose Menschen in der Hasenheide ist derzeit geschlossen. Der Mitarbeiter, der die Übernachtungsgäste betreut, ist erkrankt. Derzeit wird versucht, schnell Ersatz zu finden. Die Beratung ist jedoch weiter gewährleistet.

Fürstenfeldbruck – Die Nächste sind derzeit kalt. Zu kalt, um im Freien zu übernachten. Normalerweise gehen Obdachlose in diesen Tagen in die Unterkunft der KAP-Beratungsstelle der Caritas. Doch die Betten bleiben derzeit ungenutzt. „Der hauptamtliche Mitarbeiter hat sich am Wochenende mit starken Erkältungssymptomen krank gemeldet“, berichtet Heinrich Baumann, Fachdienstleiter für Soziale Dienste bei der Caritas. Dieser übernimmt die meisten Nachtschichten.

Über das Wochenende habe man die Dienste abdecken können, berichtet Baumann. Doch nun steht niemand mehr bereit. Denn eine weitere Mitarbeiterin, die nachts in der KAP arbeitet, gehört zur Risikogruppe der Menschen über 65 Jahren. Diese sollten derzeit nicht andere Menschen betreuen. Also blieb den Verantwortlichen nichts anderes übrig, als die Unterkunft vorübergehend zu schließen.

Corona-Alarm herrscht in der KAP aber nicht – glücklicherweise, sagt Baumann. Der Mitarbeiter war beim Arzt, er habe wohl einen normalen Infekt. Dennoch wird er zwei Wochen daheim bleiben und sich auskurieren. So lange sollen die Obdachlosen in Bruck nicht ohne Anlaufstelle bleiben. „Wir hoffen, die Übernachtungen so schnell wie möglich über Ehrenamtliche abzudecken“, sagt Baumann. Wann die Unterkunft nachts wieder öffne, entscheide sich daher von Tag zu Tag.

Auf der Parkbank schlafen musste aber niemand, betont der Fachdienstleiter. Die sechs Übernachtungsgäste, die zuletzt in die Unterkunft kamen, wurden an den „Kälteschutz München“ verwiesen. Wer nicht genug Geld für eine Fahrkarte nach München hatte, bekam dieses aus einem Topf der KAP. „Niemand muss auf der Straße bleiben.“

Wichtig ist Baumann vor allem eines: „Die Beratung findet weiter statt.“ Die Mitarbeiter der KAP sind per Telefon und E-Mail erreichbar. „Und wenn jemand an der Haustüre klingelt, können wir über die Gegensprechanlage reden.“ So könne man Kontakte zu anderen Einrichtungen vermitteln und schnell helfen. Natürlich freue er sich auch über weitere ehrenamtliche Helfer, die über eine Aufwandspauschale mitarbeiten wollen.

Die Zeit, in der die Teestube und Betten leer bleiben, nutzen die Mitarbeiter für einen Frühjahrsputz. „Das ganze KAP wird von Grund auf gereinigt und desinfiziert.“

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