Marktsonntag und Frühlingsfest in Fürstenfeldbruck
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Marktsonntag und Frühlingsfest in Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck

Verkaufsoffene Sonntage sollen dem Handel helfen

  • vonStefan Reich
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Verkaufsoffene Sonntage gab es in Bruck regelmäßig in den Jahren vor der Pandemie. Dabei war deren Sinn im Stadtrat zunehmend angezweifelt worden. Diese Kritik fiel heuer äußerst zurückhaltend aus. Corona hat die Prioritäten verschoben.

Fürstenfeldbruck – Bis zu vier verkaufsoffene Sonntage darf die Stadt im Rahmen des Ladenschlussgesetzes und der zugehörigen Verordnungen jedes Jahr genehmigen und tat das zuletzt auch regelmäßig. So hatte sich der Kultur- und Werkausschuss (KWA) des Stadtrates auch im März 2020 dafür ausgesprochen. In der vorangegangenen Debatte wurde damals allerdings noch von verschiedensten Fraktionen und Stadträten infrage gestellt, ob es verkaufsoffene Sonntage brauche, ob es einen Nutzen für den örtlichen Handel gebe und ob dieser überhaupt noch echtes Interesse habe.

Corona zum Opfer gefallen

Dann ließ Corona den ersten verkaufsoffenen Sonntag 2020 platzen, noch bevor der Stadtrat das Votum des Ausschusses bestätigen konnte. Umso größer ist die Hoffnung auf 2021. Wieder empfahl der Ausschuss, vier Sonntage zu genehmigen. Und Kritik blieb diesmal aus.

Für Sozialdemokraten ist auch die Sonntagsarbeit für Angestellte oft ein Gegenargument gegen Ausweitungen von Öffnungszeiten. „Und normalerweise würde ich jetzt auch die Frage aufwerfen, ob denn wirklich vier Sonntage nötig sind“, sagte Tina Jäger (SPD). „Diesmal bin ich natürlich dafür“, sagte sie angesichts der derzeitigen Einbußen für die Einzelhändler.

Ausweitung der Bereiche

Jäger regte an, die Bereiche des Stadtgebietes, in denen an vier Sonntagen Öffnungen erlaubt sind, auch auf den Bereich um den Geschwister-Scholl-Platz auszuweiten. Dann könnten auch die Händler in der Buchenau profitieren und Besucherströme könnten entzerrt werden. Karl Danke (BBV) fragte, ob auch die Adolf-Kolping-Straße, die heuer nicht zum vorgesehenen Umgriff für die Öffnungserlaubnis zählt, einbezogen werden könne.

Peter Glockzin (Freie Wähler) schlug vor, für die ersten beiden offenen Sonntage vorsorglich schon Ersatztermine zu suchen. „Ich habe Bedenken, ob die Veranstaltungen im April und Juni stattfinden können“, sagte Glockzin. Ausweichtermin könne dann der 15. August sein. Da findet zwar möglicherweise der Töpfermarkt in Fürstenfeld statt. „Die Veranstaltungen könnten sich aber vielleicht sogar befruchten“, sagte Norbert Leinweber, Leiter des Veranstaltungsforums Fürstenfeld.

Die verkaufsoffenen Sonntage sollen nach derzeitiger Planung zusammen mit dem Frühjahrsmarkt am 25. April, gemeinsam mit der Autoschau in der Innenstadt am 13. Juni, im Rahmen des Altstadtfestes am 25. Juli und zusammen mit dem Herbstmarkt am 31. Oktober stattfinden.

Verordnung erlassen

Der Ausschuss plädierte einstimmig dafür, eine entsprechende Rechtsverordnung zu erlassen. Öffnen dürfen dann Geschäfte in einem festgelegten Gebiet von 12 bis 17 Uhr. Über die vom Gewerbeverband ebenfalls erwünschte Ladenöffnung bis 23 Uhr am Samstag, 12. Juni, an dem die Modenacht stattfinden soll, wurde nicht beraten.

Brucks 3. Bürgermeisterin Birgitta Klemenz (CSU), die die Sitzung leitete, sagte, die Verwaltung werde gebeten, die Anregungen zur Adolf-Kolping-Straße und zum Geschwister-Scholl-Platz zu prüfen. Wenn dann der Stadtrat abschließend berate, würden die Themen mit behandelt. Das soll auch für einen Einwurf gelten, den Dieter Kreis (ÖDP) machte.

Er fragte nach, was aus der angeregten Umwandlung der Autoschau in ein allgemeines Mobilitätsevent geworden sei. Dazu sei doch eigens die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen worden. Auch diese Minimalkritik des ÖDP-Politikers wäre in normalen Zeiten wohl deutlich üppiger ausgefallen wäre.

Auch interessant: Der Ticker zur Corona-Pandemie im Landkreis FFB.

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