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Die VHS in Bruck hat Rücklagen.

Fürstenfeldbruck

Vermögen der VHS wird kritisch beäugt - Stadtwerke leisten Ausschüttung

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Volkshochschule (VHS), Stadtwerke, Industha, Kunsthaus: Die Stadt ist an mehreren Unternehmen beteiligt. Einmal im Jahr wird im Hauptausschuss über Finanzen und aktuelle Entwicklungen berichtet. Diskussionsbedarf gab es vor allem bei der VHS.

Fürstenfeldbruck–  Das Geschäftsjahr der VHS richtet sich in am Schuljahr aus. Für 2017/18 hat die Einrichtung laut Geschäftsführerin Silvia Reinschmiedt einen Überschuss von rund 68 000 Euro erwirtschaftet. Für 2018/19 erwartet sie sogar ein Plus von etwa 100 000 Euro. Angesichts des Vermögens von rund 580 000 Euro sprach Klaus Wollenberg (FDP) davon, dass „die VHS in Liquidität schwimmen muss“. Er schlug vor, dieses Finanzpolster besser für Investitionen und Sachausgaben zu nutzen.

 Dem hielt Reinschmiedt entgegen, dass diese Rücklagen notwendig seien. Am Ende eines Geschäftsjahres müsse sie bis zu 150 000 Euro an Dozenten zahlen. Mit dem Aufsichtsrat seien drei neue Räume beschlossen und 2021 stehe die auch finanziell aufwändige Zertifizierung an.

Die Kurszahlen sind laut Reinschmiedt weitgehend stabil – bis auf den Bereich EDV und Beruf. Daher wird dieser reduziert. Die frei werdenden Räume würden für Integrationskurse genutzt, die Geräte gehen an die Stadt zurück. Ihre Beobachtung: Die Menschen lassen sich nicht mehr so leicht für länger laufende Kurse binden.

Stadtwerke

Im Schnitt waren bei den Stadtwerken in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 insgesamt 140 Arbeitnehmer beschäftigt. Für ausscheidende Mitarbeiter, so Geschäftsführer Jan Hoppenstedt, wurden im vergangenen Jahr 130 000 Euro zurückgestellt, ausgegeben werden mussten aber 351 000 Euro – auch durch die Streitigkeiten rund um die Kündigung des früheren Geschäftsführers Enno Steffens.

Der Jahresüberschuss 2018 betrug 1,16 Millionen Euro, von denen 600 000 an die Kreisstadt ausgeschüttet werden. Der Rest wird als Rücklage verwendet. Für 2019 erwartet Hoppenstedt einen höheren Überschuss. Die Prognose in der Sitzungsvorlage spricht von 2,3 Millionen Euro.

Windkraft

„Man kann mit Windkraft vernünftig arbeiten.“ So fasste Finanzreferent Walter Schwarz (SPD) den Rechenschaftsbericht zur Beteiligung an den beiden Windrädern bei Mammendorf und Malching zusammen. Insgesamt ergaben beide in 2018 einen Überschuss von knapp 150 000 Euro. Technik-Leiter Christian Wiegner geht für 2019 von einem Betrag aus, der um 20 Prozent höher liegen könnte.

Industha

Von minus 180 000 in 2017 auf plus 33 000 Euro – erstmals konnte Industha-Chef Peter Lackerschmid von einem Jahr ohne rote Zahlen berichten. Für 2019 erwartet er eine weitere Steigerung, er sprach von „fünf Millionen in den schwarzen Zahlen“. Bei den Grundstücken befinde man sich jedoch im Grenzbereich. „Wenn es vorhanden wäre, könnten wir 140 000 an Quadratmeter an Gewerbegebiet entwickeln.“

Kunsthaus

Zum Ende des Geschäftsjahres betrugen laut Gerhard Derricks die liquiden Mittel des Kunsthauses fast 5000 Euro. Die Ausstellungen in den vergangenen beiden Jahren waren jeweils voll ausgelastet und gut besucht. Ähnliches lasse sich laut Derricks für 2020 erwarten. 

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