Das zweite Corona-Abitur war noch stärker von der Pandemie geprägt als der Abschluss im Jahr 2020. Die Absolventen seien in der Zeit zu „tollen Persönlichkeiten“ gereift, findet Schulleiter Walter Zellmeier.
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Das zweite Corona-Abitur war noch stärker von der Pandemie geprägt als der Abschluss im Jahr 2020. Die Absolventen seien in der Zeit zu „tollen Persönlichkeiten“ gereift, findet Schulleiter Walter Zellmeier.

Fürstenfeldbruck

102 Abiturienten am Viscardi-Gymnasium verabschiedet

  • VonHans Kürzl
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„Ihr habt mit Eurer Leistung die richtige Antwort auf diese Zeit gegeben“, attestierte Schulleiter Walter Zellmeier den 102 Abiturienten des Viscardi-Gymnasiums, die am Freitag ihre Zeugnisse erhielten.

Fürstenfeldbruck – Und um seinen Respekt ausdrücken, fügte er noch hinzu: „Ihr habt Euch zu tollen Persönlichkeiten entwickelt.“ Alle sollten den Willen beibehalten, das Leben nicht zu erdulden, sondern es auch weiter zu gestalten, sagte der Schulleiter. Zellmeier musste seine Ansprache mehrmals wiederholen. Denn für die knapp über 100 Abiturienten des Viscardi hatte es wegen der Corona-Auflagen es fünf Durchgänge zu je 50 Minuten gebraucht – einen weniger als im Vorjahr. Jeder der Schüler konnte im Schnitt drei Familienangehörige mitbringen. Mit bis zu 100 Personen konnte die Aula besetzt werden. „So war alles regelkonform“, stellte Schulleiter Zellmeier fest. Trotzdem habe man allen eine würdige Feier anbieten können.

Per Video überbrachten die Lehrkräfte eine Botschaft. In einer Art Sketch beginnend, nahmen Schulleiter und Lehrer zunächst die oft sehr kurzfristig erfolgten Anweisungen der Bayerischen Staatsministerien auf den Arm. Die technischen Herausforderungen waren da ebenso Thema. Das endete mit einer rockigen Version des Hits von Elton John „I’m still standing“. Umgedichtet zu „Congratulation“.

Die Abiturientin Leonie Schranner, die für ihren Kurs sprach, fand: „Wir haben eine Spur gelegt.“ Dies würde auch in den Erinnerungen an die Schulzeit bestehen. „Erinnerung an Klassenfahrten, Homeschooling und manch witzige Unterrichtsstunde“, nannte Schranner als Beispiele. Auch die gemeinsame Freude, das Abitur geschafft zu haben, sei ein großer Moment gewesen.

Für die Eltern sprachen Inka Pawlow, Vorsitzende des Elternbeirates und die Fördervereinsvorsitzende Birgit Bragge. „Mit dem heutige Tag schließt sich eine Tür und eine andere öffnet sich“, wandte sich Pawlow an die Schüler. Das gelte aber ebenso für die Eltern. „Ihr habt Euren Kindern Wurzen und Halt gegeben. Jetzt müsst Ihr Ihnen Flügel geben für die nächsten Schritte ins Leben, sagt Pawlow.

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