Gisela Zwicknagl hat eine Meinung zu Schwararbeit.
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Gisela Zwicknagl hat eine Meinung zu Schwararbeit.

Kurzinterview

Friseurin will wieder arbeiten: „Wenn es sein muss, mit Maske“

  • Peter Loder
    vonPeter Loder
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Fürstenfeldbruck – „Wir müssen die Friseure öffnen“, sagt Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW). Und hat auch einen Termin gefordert: Mitte Februar, unter der Voraussetzung, dass FFP2-Masken getragen werden. Bei Gisela Zwicknagl, die im Brucker Friseursalon Axel für die Damen-Abteilung verantwortlich ist, läuft Aiwanger offene Türen ein, auch wenn Einiges gewöhnungsbedürftig scheint.

Frau Zwicknagl, das muss doch eine frohe Kunde sein: Wenn es nach dem bayerischen Wirtschaftsminister geht, dürfen Sie Ihren Salon im Edeka-Center bald wieder öffnen. Ist es für Sie machbar, die Kundinnen mit FFP2-Maske zu bedienen?

So richtig vorstellen kann ich es mir noch nicht, von Montag bis Samstag mehrere Stunden ununterbrochen mit der Maske im Geschäft zu stehen. Man müsste es mal ausprobieren, wie es praktisch geht und ob es ohne Atemprobleme möglich ist. Und bei den Kundinnen kommt ja noch hinzu, dass sie mit der Maske auch noch längere Zeit unter der Föhnhaube sitzen müssen.

Aber grundsätzlich müssten Sie doch jetzt erleichtert sein.

Wir tun alles dafür, wieder öffnen zu können. Seit 16. Dezember ist unser Geschäft geschlossen, obwohl wir schon davor ein perfektes Hygienekonzept hatten. Nun geht es wirklich an die letzte Substanz. Auch für unsere vier Angestellten. Die wären froh, wenn sie endlich wieder arbeiten dürften. Wenn es sein muss, auch mit Maske.

Durch die Schließung sah sich Ihre Branche zuletzt massiven Schwarzarbeit-Vorwürfen ausgesetzt. Können Sie das nachvollziehen?

Natürlich gibt es Friseure, die das machen. Wie soll man das auch kontrollieren, wenn in einem Privathaushalt eine erlaubte Person zu Besuch kommt und einem die Haare schneidet? Und wenn ich dann im Fernseher frisch gestylte Fußballer und Promis sehe…

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