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Bei Mammendorf kippt ein Baum bei Nannhofen auf die Straße nach Oberschweinbach. Er muss gefällt werden.

Bäume fallen um

Wieder etliche Einsätze: Sturm Bianca fordert die Feuerwehr

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Jede Woche ein neuer Sturm: Nach Sabine, Victoria und Yulia hat in der Nacht auf Freitag Tief Bianca im Landkreis gewütet. 30 Mal musste die Feuerwehr ausrücken. Zum zweiten Mal in einem Monat wurde die Kreiseinsatzzentrale besetzt.

Fürstenfeldbruck – Kreisbrandrat Hubert Stefan und seine Kameraden in den örtlichen Wehren können auf einen arbeitsreichen Monat zurückblicken. „Der Februar war eine Herausforderung für die Feuerwehr“, sagt er. „Aber dafür gibt es uns ja.“

Hart erwischt hat es am Donnerstag inGröbenzellden Besitzer eines Autos. Der Stamm einer umgestürzten Fichte machte aus dem Kombi in Sekunden einen Haufen Schrott, berichtet der Gröbenzeller Kommandant Christian Weirauch. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte für rund eineinhalb Stunden im Einsatz.

Mit einem „dicken Brocken“ hatte es die Feuerwehr in Fürstenfeldbruck zu tun. Kurz nach 21 Uhr krachte ein großer Baum auf die Feuerhausstraße. Die Einsatzkräfte brauchten eineinhalb Stunden, um den Stamm mit drei Kettensägen zu zerlegen. Am Münchner Berg ragte ein Baum in die B 2. Auch mit diesem Stamm machten die Helfer kurzen Prozess. Außerdem mussten die Retter eine Baustelleneinrichtung im Stadtteil Buchenau sichern.

in Fürstenfeldbruck muss die Feuerwehr einen großen Baum zersägen, um die Feuerhaussraße wieder frei zu bekommen.

Vom Sturm betroffen war auch die B 471 bei Grafrath. Ein Baum hatte den Sturmböen gegen 21 Uhr nicht standgehalten und war auf die Bundesstraße gestürzt, so dass diese komplett gesperrt werden musste. „Zehn Minuten nachdem wir vor Ort waren, konnte die Straße wieder frei gegeben werden“, sagt der Grafrather Kommandant Jörn Voortmann. Einen weiteren Baum mussten die Feuerwehrleute von der Kreisstraße FFB 6 räumen – eine Strecke, die laut Voortmann prädestiniert ist für umstürzende Bäume.

Anfällig für Sturmschäden ist auch die Gemeinde Graßlfing. Dort sind viele Häuser noch mit oberirdischen Leitungen ans Strom- und Telefonnetz angebunden. Einer von sechs umstürzenden Bäumen traf eine solche Leitung, berichtet Kommandant Matthias Rötsch. Techniker mussten die Kabel wieder instand setzen. Rötsch berichtet von Böen, die gefühlt noch stärker gewesen seien als bei Sturm Sabine Anfang des Monats.

Mit Reifen, die von einem Flachdach geweht wurden, hatte es die Germeringer Feuerwehr zu tun. Die Reifen dienten laut einem Sprecher dazu, eine Folie zu beschweren. Zudem mussten die Brandbekämpfer einen umgefallenen Bauzaun sichern. Am Freitag morgen wurden die Einsatzkräfte dann nochmal ins Zentrum der Stadt gerufen. An einem Einkaufszentrum am Bahnhof hatte sich eine Metallverkleidung am Dach gelöst. Mit der Drehleiter sicherten die Helfer das lose Teil.

Eine unruhige Nacht hatten auch die MammendorferFeuerwehrleute. In die Kreisstraße FFB 2 ragte bei Nannhofen ein umgekippter Baum. Er musste abgetragen werden. Zwei weitere Male forderte die Polizei die Helfer in der Sturmnacht an, um größere Äste von der B 2 zu räumen.

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