Vor bald zwei Jahren: Das Fürstenfeldbrucker Altstadtfest 2019 von oben. (Archivfoto)
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Vor bald zwei Jahren: Das Fürstenfeldbrucker Altstadtfest 2019 von oben. (Archivfoto)

Keine guten Aussichten

Fürstenfeldbrucker Altstadtfest braucht wohl einen Plan B

  • Ingrid Zeilinger
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Viele Veranstaltungen in der Stadt Fürstenfeldbruck sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Über dem Altstadtfest steht noch ein großes Fragezeichen.

Fürstenfeldbruck – Kulturnacht, Weinfest, Sommernachtsfest abgesagt, Volksfest verschoben: Damit sind die meisten großen Veranstaltungen vor der Sommerpause coronabedingt gestrichen. Doch was passiert mit dem Altstadtfest? Vor Pfingsten will OB Erich Raff eine Entscheidung fällen. Im Hintergrund laufen bereits Gespräche für einen Plan B.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt der Rathauschef auf Tagblatt-Nachfrage. Doch er gibt zu, dass es nicht gut aussieht für das Altstadtfest. Drei Tage spielt sich alles Leben rund um den Marktplatz ab. Die Autos bleiben draußen, die Menschen feiern, Vereine präsentieren sich und Bands spielen bis in die späten Abendstunden. Doch angesichts der Corona-Pandemie scheint das nahezu ausgeschlossen, glaubt auch Marktreferent Markus Droth (FW). In einem offenen Brief schlägt er dem Oberbürgermeister einen Kultur- und Veranstaltungssommer im August und September vor. „Wir müssen die Weichen stellen und den Vereinen ein Zeichen geben, was wir planen“, so Droth.

Die Idee: Aktionen an mehreren Orten in der Stadt – auch mit Gastronomie und Kreativwirtschaft. Noch vor Pfingsten will der Festreferent den Arbeitskreis Volksfest einberufen, um erste Pläne zu erarbeiten. Zuletzt hatte sich der Arbeitskreis, der aus Mitglieder verschiedener Stadtratsfraktionen besteht, nicht nur um das Volksfest gekümmert, sondern auch die Musikgestaltung beim Altstadtfest koordiniert. Auch Kulturreferentin Tina Jäger will Droth mit ins Boot holen. „Und die Vereine sollen sich präsentieren und wenn möglich etwas Geld verdienen.“

Bei Raff stößt das Ansinnen auf offene Ohren. Droth solle sich mit den Vereinen und dem Arbeitskreis zusammen setzen. Vielleicht könne man eine Art Volksfest to go anbieten. Externe Schausteller hätten auch schon Interesse am Niederbronnerplatz gezeigt. Vielleicht funktioniere auch ein dezentrales Altstadtfest in kleinem Stil mit Schnelltests. Bis Pfingsten will Raff die Entwicklung der Pandemie beobachten. Dann blieben noch sechs Wochen Zeit für die Vorbereitung. imu

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