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Tanzende Crew-Mitglieder und singende Passagiere prägen die Kulisse im Sparkassensaal.

Faschingskonzerte

Pfiffige Kreuzfahrt auf dem philharmonischen Traumschiff

Der Philharmonische Chor Fürstenfeldbruck macht heuer eine musikalische Kreuzfahrt. Die Reiseroute reicht von Mozart bis Pop. Der Sparkassensaal wird zum Traumschiff.

Fürstenfeldbruck – Wenn bei der Premiere am Samstag der philharmonische Dampfer unter der Regie von Peter Haase erstmals in See sticht, liegt hinter den rund 30 Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen ein dreiviertel Jahr Vorbereitung. Insgesamt 17 singende und tanzende Mitwirkende verwandeln sic in Crew-Mitglieder und Passagiere. Schon im letzten Sommer setzten sich Produzent Rafael Hösel und Texter Jens Hunecke zusammen, um sich eine Story einfallen zu lassen und nach passender Musik zu suchen.

Es geht um Liebe, Leidenschaft und Drama

Klar, dass in der Handlung alle Elemente einer luxuriösen Schiffsreise untergebacht wurden – Traumstrände, Landgänge, Captains Dinner. Die Bühne im Sparkassensaal hat sich bereits Tage vor dem Start in ein Schiffsdeck mit Steuerrad, Gangway und Anker verwandelt. Für passende Kulissen zu den einzelnen Szenen wurden Fotos auf riesige Stoffe gedruckt und im Hintergrund aufgehängt. Eine altmodische Krankenliege lässt vermuten, dass an Bord nicht die ganze Zeit nur eitel Sonnenschein herrschen wird. Rafael Hösel bestätigt das augenzwinkernd. „Es gibt Liebe, Leidenschaft und Drama – eben alles, was man braucht, um gut unterhalten zu sein.“

Der 50-Jährige hat in die Story einiges Hirnschmalz investiert, denn das Publikum ist anspruchsvoll. „Mit einer Nummern-Revue wie in den Anfangsjahren ist es nicht mehr getan. Die Leute wollen eine Geschichte.“ Ein entscheidender Spaßfaktor sind die witzigen Texte, die Jens Hunecke auf bekannte Melodien dichtet. Von den 30 Titeln, die heuer für das Faschingskonzert ausgesucht wurden, hat er 23 mit neuen Texten versehen. Das ist eine schwierige Aufgabe. „Es muss sich reimen, zur Musik passen und einen Handlungsbogen schaffen“, zählt der 47-Jährige auf. Am kreativsten ist er unter freiem Himmel. „Die besten Ideen habe ich bei den Spaziergängen mit meinem Hund.“

Bei den Texten ernst zu bleiben war nicht immer einfach

Auch die Sprechtexte stammen aus seiner Feder. Manche davon waren bei der ersten Hauptprobe Anfang der Woche noch so frisch, dass die Darsteller sie zum ersten Mal hörten und Mühe hatten, ernst zu bleiben. „Der Leidensdruck wird zum Ende hin immer größer“, sagt Hunecke und schmunzelt.

Egal, wie früh er mit der Arbeit anfängt, zum Schluss wird es meist eng. Für die richtige Luxusdampfer-Garderobe hat Beate Heinsius gesorgt. Von leichten Sommerkleidern über die Kapitänsuniform und die Matrosen-Outfits bis hin zum papageiengrünen Anzug für den „Grafen von Schnöseleck“ ist alles durch ihre Hände gegangen. Vieles hat sie selbst genäht, manches beim Verleih besorgt. Ihre Darsteller kennt sie inzwischen so gut, dass sie sich bei den Größen kaum je verhaut. „Ich habe eine Trefferquote von 90 Prozent.“

Das Faschingskonzert

„Philharmonische Kreuzfahrt“ findet im Brucker Sparkassensaal an den kommenden drei Wochenenden statt (11. und 12. Februar, 15 Uhr, sowie 18., 19., 25. und 26. Februar jeweils 15 und 19.30 Uhr).

Ulrike Osman

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