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Prost, auf dass in der Buchenau faschingsmäßig was los ist: Das Ehepaar Brigitte und Norbert Zwickl freut sich über das Treiben am Geschwister-Scholl-Platz.

Am Geschwister-Scholl-Platz

Narrisch beim ersten Faschingstreiben

In der Buchenau waren am Samstag die Narren los. Zum ersten Mal organisierten die Faschingsfreunde dort ein buntes Treiben. Vor allem die Showtanzgruppen lockten die Besucher.

Mit roten Nasen unterwegs (v.l.): Andreas Resler, Frank Klee und Peter Klotz.

Fürstenfeldbruck – Überschwappende Stimmung herrscht auf dem Geschwister-Scholl-Platz nicht gerade. Nur bei den Auftritten der zehn Showtanzgruppen, die von den Faschingsfreunden in den Brucker Westen gelockt wurden, ist der Platz vor der Bühne voll. „Das passt erst mal so“, sagt Brigitte Zwickl. „Wir gehen gern dorthin, wo im Freien etwas los ist“, fügt ihr Ehemann Norbert hinzu.

Für ein paar Momente werden die beiden wehmütig. Sie denken an den 2012 beerdigten Faschingszug durch Bruck. Da fehle schon etwas, bedauern sie. Umso anerkennenswerter sei es daher, „wenn wieder etwas los ist in der Stadt“. Es sei toll wie sich die Vereine bemühen, für gute Laune in der Stadt zu sorgen. „Damit der Fasching hier nicht ausstirbt.“ Das würde das Paar, das in der Buchenau lebt, arg bedauern.

„Man muss froh sein über die Veranstaltung“

Die wenigsten der Besucher waren kostümiert. Nur ein paar Kinder hatten sich verkleidet.

Nicht ganz so euphorisch ist zunächst Marco Wimmer. Sein erstes Fazit, nachdem er ein paar Minuten die Stimmung eingefangen hat: „Es könnte hier mehr los sein. Man merkt schon, dass der Brucker Fasching eingebrochen ist.“ Kostümierte Erwachsene und Kinder sind eher selten zu sehen. Zwischen den Auftritten der einzelnen Gruppen vertreiben sich die Besucher des Faschingstreibens die Zeit an Essen- und Getränkestand. Letztendlich aber zeigt sich Wimmer versöhnlich. „Man muss froh sein, wenn ein Verein so eine Veranstaltung überhaupt aufziehen will.“

Vor allem wegen der Tanzgruppen – genauer gesagt wegen einer – sind Andreas Resler, Frank Klee und Peter Klotz gekommen. Young Revolution, die Teeniegruppe der Heimatgilde, der die drei sehr zugetan sind, hat einen Auftritt. „Das ist sozusagen die Generalprobe“, so Resler. Denn am Rosenmontag steht das Faschingstreiben der Heimatgilde auf dem Programm, ebenfalls am Geschwister-Scholl-Platz. „Zum Spionieren sind wir aber nicht hier“, betont Klee. „Jeder Verein sorgt dafür, dass die Menschen in der Stadt ein paar vergnügte Stunden haben, das ist die Hauptsache.“

Die Faschingsfreunde wollen gern wieder feiern

Das sei auf jeden Fall erreicht worden, sagte Anja Völkl, Sprecherin der Faschingsfreunde, zufrieden. „Es war eine schöne Veranstaltung und wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen.“ Deshalb würde man im nächsten Jahr „sehr gerne wieder Bruck narrisch feiern“. Auch Ordnungsamt, Polizei und Stadtverwaltung seien laut Völkl mit der Umsetzung der Sicherheitsauflagen sehr zufrieden gewesen. Durch quer gestellte Fahrzeuge war der Zugang zum Geschwister-Scholl-Platz erschwert worden. Ursprünglich hatten die Faschingsfreunde ihr Faschingstreiben gerade wegen der Sicherheitsauflagen abgesagt, sich aber dann doch zu einer Durchführung entschlossen.

von Hans Kürzl

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