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Abstimmung im Gesamtgremium

Fürstenfeldbrucker Kreistag macht Weg für Sparkassen-Fusion frei

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Mit einer deutlichen Mehrheit hat der Brucker Kreistag den Weg für die mögliche Fusion der Sparkassen Fürstenfeldbruck, Landsberg und Dachau frei gemacht. Vor allem kleinere Gruppierungen waren dagegen. 

Fürstenfeldbruck - Ob es wirklich zur Fusion kommt, hängt nun von weiteren Entscheidungen in den zuständigen Gremien der Stadt Fürstenfeldbruck sowie in den Landkreisen Dachau und Starnberg ab. „Ich freue mich über das Ergebnis“ kommentierte Landrat Thomas Karmasin die Entscheidung am Donnerstag im Fürstenfeldbrucker Kreistag, die mit 37:25 Stimmnen fiel. Bei der seit Menschengedenken ersten namentlichen Abstimmung in dem Gremium hatten alle CSU-Vertreter bis auf Brucks früheren OB Sepp Kellerer mit Ja votiert. 

Mehrere Ja-Stimmen (vier) kamen auch aus der mehrheitlich gegen die Fusion argumentierende SPD sowie von den Freien Wählern, die mehrheitlich dafür waren. Grüne, UBV, ÖDP und FDP indes waren dagegen. Landrat Karmasin hatte zuvor betont, dass er nach langer Abwägung zu dem Schluss gekommen sei, dass die geplante Fusion sowohl für die Sparkasse als auch für die Menschen im Landkreis gut sei. Ein größeres Haus mit größerer Tragfähigkeit werde in einer anderen Liga spielen. Aus mehreren Kleintransportern entstehe ein Lkw, sagte der Landrat bildhaft. Peter Falk (SPD) konnte beide Seiten verstehen, ist persönlich aber in Sorge um die örtliche Verbundenheit einer fusionierten Sparkasse, wie er sagte. Die Ankopplung an kommunale Gremien werde bei einer Fusion sinken, das Haus werde anonymer. 

Martin Runge (Grüne) glaubte, dass die Fusion weder notwendig noch sinnhaft ist. Er fürchtet, dass die originären Aufgaben der Sparkasse ins Hintertreffen geraten könnten. Außerdem werde die Möglichkeit der Kommunen zur Mitwirkung geringer. Er erhob außerdem Forderungen für den Fall, dass die Fusion kommt – etwa den (bereits versprochenen) Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Sparkassen-Chef Klaus Knörr reagierte auf einige Aussagen Runges mit Kopfschütteln. „Es fehlt an Anstand“, schimpfte Runge. Michael Leonbacher (FW) indes meinte, dass die Sparkasse mit Fusion für die Zukunft besser aufgestellt sei. Mitarbeiter bekämen außerdem mehr Chancen. Jetzt sei die Sparkasse am unteren Rand der Möglichkeit, das werde sich ändern. Die Regionalität so gut als möglich zu erhalten, forderte Christian Holdt (ÖDP). Größere Geschäfte bedeuteten auch größeres Risiko, warnte er. Er glaubte, dass die Menschen vor allem regionale Produkte wollen – allerdings erst seit man sie bei Amazon bestellen kann, kommentierte der Landrat. Die CSU habe sich überlegt, wie man erhalten kann, was für die Region wichtig ist, sagte Sprecher Emanuel Staffler. Dazu gehörten auch attraktive Arbeitsplätze vor Ort. 

Die Kundenbindung an bestimmte Marken insgesamt schwinde: Es gehe um Leistung und Angebot. Daher sei die Fusion sinnvoll. Ulrich Bode (FDP) fürchtete wie mehrere Vorredner vor allem um die regionale Verankerung einer Sparkasse, die dereinst den Namen „Amper-Lech“ tragen könnte, so die anderen Partner zustimmen.

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