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Kreative Köpfe: Sie stellten das Programm für die Kulturnacht mit den Neuerungen vor.

Graffiti, Kinderschminken, Breakdance 

Fürstenfeldbrucker Kulturnacht soll jünger werden

Auf Theater, Tanz, Literatur, Kunst und Livemusik können sich Nachtschwärmer am 9. Juni bei der 18. Auflage der Kulturnacht freuen. Zwei neue Orte des Geschehens gibt es in diesem Jahr: den Niederbronnerplatz und das Salzlager im Stadtbauhof.

Fürstenfeldbruck – Ordentlich was auf die Ohren gibt es ab 19.15 Uhr auf dem Gelände des Stadtbauhofs. Dort will das Trio „Organ Explosion“ den Besuchern mit Hammondorgel und E-Piano mächtig einheizen. Der Salzturm auf der Lände ersetzt in diesem Jahr erstmals das Alte Rathaus als Spielstätte bei der Kulturnacht. „Wir haben uns mit dem Popularbeauftragten des Bezirks Oberbayern überlegt, wie wir neue Schwerpunkte bilden können“, sagt Diana Rupprecht, die Leiterin der Stadtbibliothek Aumühle, bei der Pressekonferenz.

Ziel sei es darüber hinaus, neue, junge Besucher zu generieren. Daher gibt es dieses Mal am Niederbronnerweg ein Kultur- und Kreativareal, bei dem unter anderem Graffiti-Künstler und Breakdancer auftreten. Bereits ab 18 Uhr wird für die kleinen Besucher Kinderschminken und Malen mit Kreide angeboten.

Wer es hingegen etwas technischer mag und Wasserkraft hautnah erleben will, ist im Energiemuseum Fürstenfeld genau richtig. Hier wird die historische Turbine vorgeführt. Eine einmalige Gelegenheit, denn eine Besichtigung ist nur anlässlich der Kulturnacht möglich.

1970er-Jahre-Disco mit Rudi Hasmiller, dem ehemaligen Inhaber des Musikladens „Sound“, gibt es auf der Tenne im Jexhof (siehe auch Seite 1). Im Stüberl nebenan erzählen unter anderem Toni Drexler und der Münchner Kult-Fotograf Heinz Gebhardt Geschichten aus Bruck und München. Der Jexhof ist neben der Furthmühle bei Egenhofen die zweite Außenstation. Zur besseren Erreichbarkeit werden auch wieder Shuttle-Busse eingesetzt (siehe Kasten).

In der Kulturwerkstatt Haus 10 sowie im Kunsthaus werden Kultur und Musik vereint. Während in der Kulturwerkstatt Holzschnitte von Katrin Kratzenberg zu sehen sind und Johannes Öllinger auf einer akustischen Gitarre spielt, zeigt das Kunsthaus eine Ausstellung zu Syrien samt Untermalung mit arabischer Musik.

Einen Wunsch für die nächste Kulturnacht äußerte Christine Helmerich von der Kulturwerkstatt: „Es wäre mir ein Anliegen, dass mehr Werkstätten während der Kulturnacht offen hätten.“ Ein Beispiel hierfür ist die Alte Schmiede, wo Skulpturen und Bilder präsentiert werden.

Um weiterhin für die Kulturfreunde im Landkreis attraktiv zu bleiben, will die Arbeitsgemeinschaft der Brucker Kulturnacht die Innenstadt und das Klosterareal beleben. So treten in diesem Jahr das Brucker Brett´l und eine Gruppe der Heimatgilde vor der Leonhardikirche auf. Auch ein Radl-Taxi kommt wieder zum Einsatz. „Auf dem Klostergelände soll ein kommunikatives Ereignis außerhalb der Spielorte stattfinden“, so Museumsleiterin Eva von Seckendorff. Ein weiteres Ereignis der Kulturnacht: die traditionelle Lichtschau, bei der in diesem Jahr Johannes Reihl Bilder und Szenen, teils mit 3-D-Effekten, auf Wände projizieren wird.

Man darf gespannt sein, ob wieder rund 1700 Besucher wie im Vorjahr das vielseitige Kulturprogramm nutzen. Das breite Kulturangebot der Stadt bei der Kulturnacht hätte jedenfalls etwas mit Lebensqualität zu tun, sagt der evangelische Pfarrer Niclas Willam-Singer, der den Veranstaltern beratend zur Seite steht. „So kommen die Leute nicht in den Sog der Großstadt.“ (seo)

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