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Saalprobe im Veranstaltungsforum: Musiker spielen und singen in der neugebauten Stadthalle.

40-jähriges Bestehen 

Kulturverein: Vom Fordern zum Fördern

Der Kulturverein feiert heuer sein 40-jähriges Bestehen. Das einstige Ziel, den Bau der Stadthalle, hat man längst erreicht. Nun widmet man sich dem kulturellen Leben in der Stadt.

Fürstenfeldbruck – Als der Kulturverein Fürstenfeldbruck vor 40 Jahren gegründet wurde, hatte er nur ein einziges Anliegen – den Bau einer Stadthalle. Gemeint war damit nicht nur ein einzelner Saal, sondern ein zusammenhängendes Raumangebot, das Platz für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen aller Art bieten sollte. Dieses Ziel ist längst erreicht, doch der Verein hat mitnichten seine Existenzberechtigung eingebüßt.

Mittlerweile bereichert er das kulturelle Leben in der Stadt mit Angeboten für alle Altersgruppen. Über lange Zeit war der „Förderverein Stadthalle“, wie er ursprünglich hieß, Stachel im Fleisch der Politik. Denn von der Vereinsgründung am 24. Juni 1977 war es ein weiter Weg, bis im Oktober 2001 das Veranstaltungsforum eröffnet wurde. Sogar der damalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber kam aus diesem Anlass nach Bruck.

Neu ist das Angebot „Kultur aktiv“, das zum Mitmachen einlädt

Im Publikum saß schon die heutige Kulturvereinsvorsitzende Karin Schleicher. „Als Vereinsmitglied hatte ich das Glück, einen Sitzplatz zu bekommen“, erzählt sie. Anfang 2002 beschloss die Mitgliederversammlung, den Vereinsnamen zu ändern und die Arbeit mit neuem Fokus fortzusetzen. „Unser Ziel ist es, kulturell Interessierte und Kulturschaffende zusammenzubringen“, erklärt Karin Schleicher.

Der Verein veranstaltet Konzerte, verleiht einen eigenen Kulturförderpreis und hat mit der Reihe „Junge Stars in Fürstenfeld“ ein Podium für Nachwuchsmusiker geschaffen. Bei der Reihe „Kulturkompakt“ werden Blicke hinter die Kulissen von Kultureinrichtungen ermöglicht.

Neu ist das Angebot „Kultur aktiv“, das zum Mitmachen einlädt, etwa bei Gesangsstunden oder dem Impro-Theater der Neuen Bühne Bruck. Ein wichtiges Anliegen ist den Verantwortlichen ein möglichst breites Angebot für Schüler. Richtete sich dieses früher in erster Linie an ältere Jugendliche, so werden heute mit der Reihe „Theater für Schüler“ auch Kinder im Grundschulalter angesprochen. Gerade diese Zielgruppe liegt Karin Schleicher am Herzen. „Die Kinder sollen noch etwas anderes kennenlernen als Schule und Fernsehen.“ Die Vorsitzende weiß aus eigener Erfahrung, wie prägend frühe kulturelle Erfahrungen sein können – sie erinnert sich an ihren ersten Theaterbesuch als Schülerin in Nürnberg, wo sie „Warten auf Godot“ auf der Bühne miterlebte.

Manchmal treten fünf neue Mitglieder an einem Tag bei

Über mangelnden Zulauf kann sich der über 300 Mitglieder starke Verein nicht beklagen – manchmal verzeichnet das Vorstandsteam um Karin Schleicher fünf Neuzugänge an einem Tag. Die Mitglieder sind im wörtlichen Sinne das Vereinskapital. Aus ihren Beiträgen wird die Förderung finanziert. Entsprechend wird vorsichtig gewirtschaftet. „Wir dürfen nur so viel ausgeben, dass es den Verein noch sehr lange geben kann.“

Eine Jubiläumsveranstaltung ist übrigens nicht geplant. Doch beim diesjährigen Konzert der Reihe „Junge Stars in Fürstenfeld“ im Herbst soll der 40. Vereinsgeburtstag nachträglich gewürdigt werden.

von Ulrike Osman

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