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Das neue städtische Wohnhaus an der Parsevalstraße: Architektonisch wurde kein simples Baukastenschema umgesetzt.

Mieter ziehen im November ein

Vorzeigeprojekt im städtischen Wohnbau

Die Wohnungen sind fertig, die Mietverträge unterschrieben. Ab 1. November werden die Mieter in die zwölf barrierefreien Sozialwohnungen einziehen.

FürstenfeldbruckMitglieder des Bauausschusses waren bei einer Besichtigung des Neubaus angetan von Architektur und Ausführung. Das Gebäude an der Ecke Parseval- und Lilienthalstraße wurde im Passivhaus-Standard errichtet, was unter anderem bedeutet, dass jede Wohnung über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verfügt. Der Abluft wird Wärme entzogen, die wiederum die einströmende Frischluft aufheizt. Der restliche Heizbedarf des Gebäudes wird von der Gasheizung des Nachbarhauses in der Lilienthalstraße gedeckt, das ebenfalls der Stadt gehört.

Christian Lichtenberg zeigte den Mitgliedern des Bauausschusses die „interessanten Ecken“ des Neubaus.

Teilen werden sich die beiden Mehrfamilienhäuser auch einen Spielplatz, der zwischen ihnen angelegt werden soll. Die Außenanlagen mit Stellflächen sowie einem Müll- und Fahrradhäuschen sind das Letzte, was noch fertiggestellt werden muss. Stadtplanungs-Chef Markus Reize und Christian Lichtenberg, Leiter des Hochbaus, führten Vertreter des Bauausschusses durch die neuen Wohnungen und ernteten Lob für die ansprechende Gestaltung. Entstanden sind insgesamt sechs Ein-Zimmer-, sowie je zwei Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen.

Ein Quadratmeter Wohnfläche wird vom Staat mit 300 Euro gefördert

Architektonisch wurde kein simples Baukastenschema umgesetzt. Um das Grundstück optimal auszunutzen, hat der Grundriss die Form eines Parallelogramms. Dadurch sind innen „interessante Ecken“ (Lichtenberg) entstanden, da die Außenwände nicht rechtwinklig zueinander stehen. In den Vier-Zimmer-Wohnungen im zweiten Stock sorgen Lichtbänder für zusätzliche Helligkeit. Teilweise sind die Wohnräume mit Anschlüssen für eine Küchenzeile ausgestattet, während in den größeren Einheiten die Küche hinter einer Trennwand Platz findet. Für die Fußböden wurde ein heller Vinylbelag in Holzoptik gewählt. Statt eines geschlossenen Treppenhauses führen Laubengänge zu den Wohnungen, was für eine offene Optik sorgt.

Die Kostenschätzung von 2,3 Millionen Euro wurde nach den Worten Lichtenbergs um 35 000 Euro – das entspricht 1,6 Prozent – überschritten. Für den Bau erhält die Stadt vom Freistaat eine Förderung von 300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Dafür mussten bestimmte Vorgaben hinsichtlich Wohnungsgröße und Gebäudeausstattung erfüllt werden. Vorgeschrieben ist unter anderem ein Aufzug, damit alle Wohnungen barrierefrei erreichbar sind.

von Ulrike Osman

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