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Bruck leuchtet nicht immer so schön.

Fürstenfeldbruck

City soll leuchten wie ein Kreuzfahrtschiff

Fürstenfeldbruck – Bald leuchten wieder die Lichtersterne zur Weihnachtsbeleuchtung über den Straßen der Innenstadt. Doch zuvor hatten sich die Stadträte noch mit den bunten Lampen auseinanderzusetzen, mit denen im Frühjahr und Sommer die Zeit von Volks- und Altstadtfest leuchtend signalisiert wird. Doch mit der ist keiner so recht zufrieden. Die schon gekauften Lichterketten werden nun farbig nachgerüstet. Doch mittelfristig könnte die Stadt die gesamte Beleuchtung der Innenstadt neu konzipieren.

Nachdem die Neubeschaffung der Sommer-Festbeleuchtung in diesem Jahr eher in die Hosen ging, wollen sich die Stadträte nun genügend Zeit für eine gute Entscheidung lassen. Denn die Anschaffung war ein Schnellschuss, da waren sich die Mitglieder des zuständigen Kultur- und Werkausschusses einig. Im Frühjahr drängte die Zeit, deshalb wurden für 10 000 Euro einfarbige Lichterketten beschafft, die eigentlich in der Zeit von Volksfest bis Altstadtfest hängenbleiben sollten.

Doch mit diesen gab es einige Probleme: Da die Gefahr bestand, dass die nicht wetterfesten Leuchten kaputt gehen, musste Bürgermeister Erich Raff (CSU) sie zwischendurch abhängen lassen. Allein diese Anbringung und Demontage kostete die Stadt insgesamt 13 000 Euro.

Viele Stadträte waren außerdem tief enttäuscht von der Optik der neuen Beleuchtung. „Mir wird’s da fast schlecht“, meinte Karl Danke (BBV). Festreferent Markus Droth (CSU), der im Ausschuss ebenfalls zu Gast war, sagte: „Das war abends einfach nackert.“ Die Verwaltung, die im Sommer mit der Erarbeitung von Vorschlägen beauftragt war, hatte einige Alternativen aufgelistet und abgewogen. Der Vorschlag: Die bestehenden einfarbigen Lichterketten sollen mit bunten Lampen nachgerüstet werden. Kostenpunkt: rund 5800 Euro.

Einige Räte konnten sich aber auch vorstellen, gleich in die Vollen zu gehen und eine hochwertige Festbeleuchtung anzuschaffen, die schon im Frühjahr diskutiert wurde. Für diese Lichterketten, die zum Beispiel auf Kreuzfahrtschiffen verwendet werden, konnte sich Irene Weinberg (BBV) erwärmen. In das bereits besorgte „G’raffl“ solle man keinen Cent mehr investieren. Auch Droth meinte: „Wir sollten Qualität in den Vordergrund stellen.“ Diese „Hochsee-Beleuchtung“ würde allerdings deutlich teurer kommen: Rund 60 000 Euro wären für Anschaffung und Montage fällig.

Doch braucht die Stadt überhaupt eine Festbeleuchtung für den Sommer? „Ich bin der Meinung, man kann durchaus darauf verzichten“, sagte Simone Görgen (CSU). Sie stand mit dieser Meinung aber ziemlich allein.

Dass die Stadt grundsätzlich tätig werden muss, mahnte etwa Philipp Heimerl (SPD) an, der sagte, man dürfe die Beleuchtung nicht den Ständebetreibern beim Altstadtfest aufbürden: „Die Beleuchtung gehört zu den Aufgaben des Hauptveranstalters – und das ist nun mal die Stadt.“

Eine Lösung für die Zukunft könnte überraschenderweise aber auch ganz anders aussehen. In der Innenstadt könne ein gänzlich neues Beleuchtungskonzept, zum Beispiel mit Lichtinstallationen, Projektionen, belichteten Häuserfassaden und neuen Metallmasten erarbeitet werden, meinte Verwaltungsleiter Roland Klehr und erntete viel Zuspruch. Damit könne man sich von anderen Städten absetzen, meinte Andreas Lohde (CSU).

Bis ein solches neues Beleuchtungskonzept aber steht, dürfte einige Zeit vergehen. Vorerst soll deswegen die kleine Lösung her: Die vorhandenen Lichterketten werden mit farbigen Lampen nachgerüstet. Hängenbleiben werden sie nur noch im Sommer zur Kulturnacht, zum Sommernachtsfest und Altstadtfest. Beim Volksfest bleiben sie in den Kisten. (fd)

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