Veranstaltungsforum

Fürstenfelder wird aufwendig saniert

16 Jahre nach Bau und Eröffnung stehen beim Veranstaltungsforum Fürstenfeld größere Investitionen ins Haus. Darauf stimmte Forums-Chef Norbert Leinweber die Stadträte schon mal ein.

Fürstenfeldbruck – 

Bereits im nächsten Jahr wird im Gastronomie-Bereich saniert und komplett neu gestaltet. Dafür nimmt der Mieter, die Fürstenfelder Gastronomie und Hotel GmbH, voraussichtlich 450 000 Euro in die Hand. Auch die Stadt als Vermieter soll ihren Teil beisteuern: Für den Austausch verschlissener Holzböden, die Renovierung von WCs und dem Kappengewölbe und die Erneuerung der Beleuchtung samt Umstellung auf LED müsste die Stadt als Vermieter aufkommen. Rund 115 000 Euro dürften dafür fällig werden.

Leinweber bat im Kultur- und Werkausschuss erfolgreich um diese Mittel. Er wies darauf hin, das die Gastro GmbH schon in den Jahren zuvor kräftig investiert habe. „Wir als Vermieter sind dann eigentlich schon in der Pflicht.“ Zudem erhalte die Stadt eine Umsatzpacht, die sich seit Beginn des Mietverhältnisses verfünffacht habe. Die vom Stadtrat freigegebenen Mittel von 118 000 Euro stammen noch aus einer alten Sonderrücklage.

Deutlich höher liegen dagegen die Summen, die laut Leinweber in den Jahren 2018 bis 2022 im Veranstaltungsforum selbst investiert werden müssen. Auf rund eine Million schätzt er die Kosten für notwendige Erneuerungen. Ein besonders großer Posten ist der Austausch aller Stühle im Stadtsaal für veranschlagte 350 000 Euro. Außerdem auf der Bedarfsliste: die Erneuerung der Toiletten im alten Foyer, eine neue Lüftungs- und Klimaanlage oder die Erneuerung des Bodens in der Tenne. Diese Gelder kämen zusätzlich zum jährlichen Reparaturbudget von 100 000 Euro hinzu, sagte Leinweber.

Die Investitionen sind für ihn aber unabdingbar, sofern das Niveau des Forums gehalten werden soll. Nach 16 Jahren und bei Besucherzahlen von bis zu 300 000 Gästen pro Jahr müsse man das Geld in die Hand nehmen, um im Raum München wettbewerbsfähig zu bleiben.

Von den Stadträten gab es für diese Argumentation und die frühe Anmeldung des Finanzbedarfs Zustimmung. „Besser fortlaufende Investitionen als eine Generalsanierung“, meinte Kulturreferent Klaus Wollenberg (FDP). Für Uli Schmetz (SPD) war die frühe Besprechung der Investitionen „verantwortungsbewusst“. „Fürstenfeld ist das Pfand, mit dem die Stadt wuchern kann“, sagte auch Birgitta Klemenz (CSU). Deswegen habe man die Verpflichtung, alles in „anständigem Zustand“ zu erhalten. Sie regte an, über Patenschaften für die Stadtsaal-Stühle nachzudenken.

Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) meint aber im Hinblick auf die vielen Baustellen der Stadt: „Auch das Kloster muss sich manchmal eine gewisse Sparsamkeit zu Eigen machen.“ Fraktionskollege Jan Halbauer zeigte sich ob der vorbehaltlosen Zustimmung des Ausschusses ein wenig irritiert, dass man bei Fürstenfeld „immer sofort die Schleusen öffnet“. Eine solch generöse Haltung sei beim maroden Alten Schlachthof nie zu bemerken.  fd

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