Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck mit der Offizierschule der Luftwaffe (oben) und dem Kilometerbau.
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Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck mit der Offizierschule der Luftwaffe (oben) und dem Kilometerbau.

Fliegerhorst Fürstenfeldbruck

Experten reden über Klimabilanz alter Fursty-Gebäude

  • Ingrid Zeilinger
    VonIngrid Zeilinger
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Wenn die Bundeswehr in einigen Jahren den Fliegerhorst räumt, hinterlässt sie einen teils viele Jahrzehnte alten Gebäudebestand. Das wird Fragen aufwerfen.

Fürstenfeldbruck – Einige der Bauten werden allein schon aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten bleiben. Für andere Bauten wird sich die Frage stellen, ob sie sich in die zukünftigen Planungen integrieren lassen. Bei der Frage Abriss oder Neubau von Bestandsbauten rückt zunehmend auch die Frage nach der Klimawirkung solcher Entscheidungen ins Bewusstsein. Das Schlagwort lautet „Graue Energie“. Damit wird die Energiemenge bezeichnet, die zur Herstellung eines Produktes gebraucht wird –beim Bau eines Gebäudes etwa für die Zementherstellung.

Fursty: Bewertung vor der Konversion

Diese Energie zu ermitteln, ist kompliziert. Anlässlich der anstehenden Konversion des Fliegerhorstes hat das Architekturbüro Muck Petzelt im Auftrag der Stadt ein Bewertungswerkzeug für Graue Energie in Bestandsgebäuden entwickelt. Entstanden sei „ein zukunftsweisendes Instrument, welches hilft, Entwicklungsszenarien aufzuzeigen, Entscheidungen zu begründen und so einen nachhaltigen Umgang mit Bestandsgebäuden zu fördern“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Es geht dabei um die Gegenüberstellung der Energiemengen, die bereits in Gebäuden stecken und bei weiterer Nutzung anfallen würden, mit dem Energiebedarf, der für einen Neubau anfallen würde.

Fursty: Altbau günstiger?

Die graue Energie mit eingerechnet, könne etwa ein sanierter Altbau eine günstigere Energiebilanz haben als ein energieeffizienter Neubau im Passivhausstandard, ist auf der Internetseite der Stadt nachzulesen. Das neue Werkzeug soll bei einem Symposium am 30. September im Veranstaltungsforum vorgestellt werden. Neben den Architekten von Muck Petzelt berichten auch Tim Riennietz von der Leibniz-Universität Hannover und Severin Lenel vom Netzwerk nachhaltiges Bauen Schweiz über ihre Tätigkeit im Bereich Graue Energie. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Fachleute als auch an interessierte Bürger. Wer teilnehmen möchte, kann sich jetzt unter www.brucker-stadtgespraeche.de anmelden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Veranstaltung wird aber auch online übertragen. Die Zusagen für die Teilnahme vor Ort und die Links für die Online-Videokonferenz werden rechtzeitig zugesandt. Die Teilnahme ist kostenlos.

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