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Das Schulzentrum am Tulpenfeld

Anmeldezahlen

G9: Braucht der Kreis ein weiteres Gymnasium?

 Die Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen im Landkreis sind gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. 

Fürstenfeldbruck – Dennoch denkt man im Kulturausschuss des Kreistags über den Bau eines weiteren Gymnasiums nach. Auslöser ist das G9.

Die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums hat laut Günter Sigl, Leiter des Schulreferats, aktuell zwar noch keine Auswirkungen auf die Schülerzahlen. Das werde sich aber ändern. Das Kultusministerium prognostiziert für den Landkreis bis zum Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg durch das G9, der in den bestehenden Schulen nicht untergebracht werden kann.

Wie sich der Raumbedarf darstellen wird, ist laut Landrat Thomas Karmasin aber noch nicht klar. „Da geht es auch um die Inhalte des Lehrplans.“ Der stehe aber noch nicht fest, sagte der Chef der Kreisbehörde. Schulreferent Christian Stangl (Grüne) sieht vor allem einen kurzfristigen Bedarf an Informatikräumen.

In drei bis vier Jahren müsse man eventuell auch über ein weiteres Gymnasiums nachdenken. „Aber das sind noch ungelegte Eier“, sagte der Grünen-Kreisrat. Kritisch sieht der Schulreferent ein mit der Wiedereinführung des G9 verbundenes Angebot: Schüler sollen ihre Gymnasialzeit freiwillig um ein Jahr verkürzen können. „Schüler haben im Alter von 14 Jahren ja nichts Besseres zu tun, als zu entscheiden, ob sie mehr lernen wollen“, sagte Stangl etwas süffisant. Er geht davon aus, dass das Angebot weitgehend ungenutzt bleibt.

Die Realschulen im Landkreis sind gut ausgelastet. Allerdings erwartet die Kreisverwaltung hier noch einen Anstieg der Schülerzahlen durch Übertritte aus der Mittelschule zum Schuljahresende. Lediglich an der Realschule Unterpfaffenhofen-Germering haben sich etwas mehr Schüler als im Vorjahr angemeldet.

An den Brucker Gymnasien ist weiterhin ein Ungleichgewicht bei den Anmeldungen zu sehen. Während das Graf-Rasso-Gymnasium einen Rückgang meldet, muss im Viscardi-Gymnasium sogar eine Eingangsklasse mehr als noch 2016 gebildet werden. Große Nachfrage gibt es auch im Puchheimer Gymnasium, wo vor allem Kinder aus den Nachbargemeinden Gröbenzell und Eichenau einen Platz suchen.

In Olching sowie am Max-Born- und am Carl-Spitzweg-Gymnasium in Germering sind die Zahlen dagegen leicht rückläufig. Gröbenzell vermeldet wieder steigende Anmeldungen aus dem Münchner Raum.  ad

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