Michael Schrodi will mehr soziale Gerechtigkeit.

Gegen Altersarmut, für bessere Jobs

Fürstenfeldbruck – Eine gute Sozialpolitik ist das beste Gegengewicht gegen Rechtsradikale. Das war der Tenor eines Treffens der Sozialdemokraten im Landkreis. Auf dem Parteitag sprach neben dem Kreisvorsitzendem und Bundestagskandidat Michael Schrodi auch Thomas Beyer, Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Zum Thema „Mehr Solidarität wagen“ und in Hinblick auf rechte Gruppierungen sagte Schrodi: „Das beste Gegengift gegen braune Rattenfänger ist eine Politik, die den sozialen Zusammenhalt stärkt.“ Dafür brauche es drei Säulen: „Wichtig sind Rente, Sozialversicherung und das Thema Wohnungsbau.“

Laut Beyer sind die sozialpolitischen Weichen in der Vergangenheit falsch gestellt worden. Unabhängigen Studien zufolge seien 1,7 Millionen Menschen in Bayern armutsgefährdet. Davon seien 42 Prozent alleinerziehende Mütter und 25 Prozent Rentner. Deshalb müsse beispielsweise die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung durch Arbeitgeber und -nehmer wieder eingeführt werden.

Dringenden Handlungsbedarf sieht Beyer auch beim Thema Rente: „Die Menschen brauchen am Ende ihres Lebens Sicherheit.“ Das am letzten Nettoentgelt gemessene Rentenniveau habe 2013 noch 53 Prozent betragen. Nun sei es auf 48 Prozent gesunken. Anstatt diese Zahl weiter zu reduzieren, müsse die Politik wieder ein Niveau von 50 Prozent garantieren.

Die Altersarmut sei mit durchschnittlichen Neurenten von 1049 Euro für Männer und 616 Euro für Frauen für viele Bürger vorprogrammiert. Auch am Arbeitsmarkt müsse sich was tun. Leiharbeit und Jobs mit geringem Lohn hätten überhandgenommen. „Die Menschen brauchen ordentliche Arbeit.“

Beim Thema Wohnungsbau müssten Stadt, Land und Bund sich mehr engagieren. Außerdem seien Gesetze nötig, um den weiteren Anstieg der Mieten zu verhindern. Michael Schrodi: „Insgesamt sind viele Menschen verunsichert. Es braucht Maßnahmen, damit sie sich nicht absgehängt fühlen.“  vu

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