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Fassungsloser Blick auf das Handy in der Waschmaschine.

Erster Preis bei Wettbewerb

Schock-Moment an der Waschmaschine: Puchheimer gelingt geniales Foto - so ist es entstanden

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Die Sieger des Regio-Fotowettbewerbs wurden in Fürstenfeldbruck gekürt. Der Puchheimer Markus Bauernfeind holte sich in der Kategorie Farbfotos den ersten Preis. Das verdankt er einem Geistesblitz.

Fürstenfeldbruck – Die Frist zur Abgabe für den Wettbewerb der Fotoklubs – kurz Regio genannt – rückte näher und näher. Nur noch zwei Tage und Markus Bauernfeind hatte noch immer keine Idee. „Ich war schon ein wenig gefrustet“, gab der Sieger in der Kategorie der Farbfotos zu. Als er zufällig auf seine Waschmaschine sah, kam ihm die rettende Eingebung.

Eine Jeans, ein Handtuch und ein Smartphone landeten im Gerät – passend zum Motto, das der Wettbewerb ausgeschrieben hatte: „C’est la vie – so ist das Leben.“ Der eine oder andere hat damit leidige Erfahrungen gemacht. „Passiert ist mir das Gott sei Dank noch nicht“, erzählt der 47-Jährige von der Gruppe „Kunstforum allingas“ und muss schmunzeln. „Das mit dem Smartphone war gestellt.“

Dass der Schaum tatsächlich Shampoo war, war noch die geringere Hürde für das Foto. „Das Gesicht ruhig halten war das Schwierigste“, erklärte er. Einen Blitz wollte er für die Aufnahme, zu der er die Kamera ganz hinten in die Waschmaschine gelegt hatte, nicht verwenden. „Es sollte alles sehr natürlich aussehen.“ So musste er die Gesichtszüge ruhig halten. „Es hat einige Versuche gebraucht.“

Mit seinem Siegerfoto und auch der zweitplatzierten Aufnahme, einem in Island verunglückten Flugzeug, erfüllte Bauernfeind eines der Kriterien, die für Herbert Becke als einem von fünf Jurymitgliedern zu einem guten Foto gehören. „Ich brauche entweder ein ungewöhnliches Motiv oder eine ungewöhnliche Perspektive.“ Der Garchinger machte allerdings keinen Hehl daraus, dass er die zu dem Wettbewerb eingereichten Schwarz-Weiß-Fotografien im Schnitt als qualitativ besser sah.

Zum ambitionierten Hobbyfotografen wurde der im Bereich der Elektrotechnik arbeitende Bauernfeind 2000, als er sich längere Zeit in den Vereinigten Staaten aufhielt und dies dokumentieren wollte. Das kam im Freundeskreis so gut an, dass er 2007 auch einen Bildkalender gestaltete.

Und er hatte einen weiteren Grund zur Freude: Denn auch sein „Kunstforum allingas“ sicherte sich in der Vereinswertung den ersten Platz vor den Fotoclubs Wolfratshausen und Dachau.

Seit 38 Jahren wird der Wettbewerb unter den Fotoclubs des oberbayerischen Oberlandes ausgetragen. Vertreten sind die Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg, Miesbach, Starnberg, Bad Tölz, Wolfratshausen und Weilheim-Schongau, in denen 14 Fotoklubs beheimatet sind. Die Austragung des Wettbewerbs geht reihum. In diesem Jahr war der Foto- und Filmclub Fürstenfeldbruck mit seinem Vorsitzenden Rainald Reb damit betraut. Aus der Kreisstadt kam mit Tagblatt-Fotograf Peter Weber ein weiteres Jurymitglied. Die Juroren bewerteten die Fotos unabhängig voneinander.

Die Schirmherrschaft hatte Fürstenfeldbrucks Oberbürgermeister Erich Raff übernommen. Er fotografiere selbst gerne, finde aber dazu wenig Zeit. „Aber wenn ich die Bilder des Wettbewerbs betrachte, finde ich sicher die eine oder andere gute Idee“, sagte Raff.

Die Ausstellung der Bilder aus dem Wettbewerb ist in Fürstenfeldbruck noch bis einschließlich Mittwoch von 10 bis 18 Uhr im Haus 10 (Klosterareal) zu sehen.

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