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Die angolanisc he Gemeinde hat sich zum zweiten Mal am Fest der Kulturen beteiligt.

Heimstättenstraße 

Gemeinsam kochen, essen, tanzen

 Die ganze Welt auf einem Straßenstück im Brucker Westen – das ist das Fest der Kulturen, ein Gemeinschaftsprojekt vom Brucker Forum und der Stadt. 

Fürstenfeldbruck –Das Besondere daran ist die Mischung aus Spaß und sozialem Anspruch, und die Tatsache, dass ein großer Teil der Akteure in der Gegend wohnt.

„Es ist ein familiäres Fest, bei dem man gut miteinander in Kontakt kommt“, freute sich Willi Dräxler, Stadtrat (BBV) und Integrationsreferent – auch wenn er viel lieber „Referent für Stadtgemeinschaft“ genannt werden würde. „Es ist fast, als würde man daheim ein Gartenfest feiern.“

Auch heuer betrieben ausschließlich Amateure die Stände mit Essen und Kunsthandwerk. Zum Beispiel war da Nura Aman, die gemeinsam mit zwei Freundinnen syrische Spezialitäten anbot. „Es ist schön, wenn alle Kulturen zusammenkommen“, so ihr Kommentar in bereits sehr gutem Deutsch, auch wenn sie erst seit eineinhalb Jahren hier ist.

Zum zweiten Mal beteiligte sich die angolanische Gemeinde in Bruck mit einem ebenfalls verlockenden kulinarischen Angebot. Coole südamerikanische Sommerdrinks schlürften die Besucher am brasilianischen Stand, wo man sich auch mit Glitzertattoos verschönern lassen konnte.

Auf der Bühne tanzten und musizierten derweil Künstler aus Peru und Ecuador, die Afro-Tanzgruppe des Brucker Forums, das Jugendblasorchester und die Zumba-Gruppe von Nancy Klein, um nur einige zu nennen.

Nun geht es aber beim Fest der Kulturen nicht nur ums Feiern, sondern auch ums Helfen. Das Sozialforum Amper warb um Medikamentenspenden für Griechenland, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) um Geldspenden für eine Mädchen-Berufsschule im vom IS zerstörten Kobane (Syrien). „Verkauft haben wir nicht viel“, so Hiltraut Wurm mit Blick auf die Teddybären, Salze und Olivenölsorten am Stand der Griechenland-Hilfe. „Aber die Leute reagieren freundlich und positiv, wenn ich ihnen erklären darf, worum es geht.“

Andere scheinen den Schritt zu beschleunigen, wenn sie das Gefühl haben gleich angesprochen zu werden – oder sie lassen sich ein Flugblatt geben und gehen erleichtert weiter. „Dass alle Flyer weggegangen sind, heißt noch nichts“, weiß Margot Simoneit von der GEW. Trotzdem hat sie die Hoffnung, in der entspannten Atmosphäre des Kulturfestes ein paar Leute nicht nur oberflächlich erreicht zu haben. (os)

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