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Jeder zehnte Grundschüler geht ohne Frühstück aus dem Haus

Fürstenfeldbruck

Gemeinsames Frühstück schafft Chancengleichheit

Seit Januar können die Schüler der Grundschule Nord dreimal pro Woche an einem Schulfrühstück teilnehmen. Treffpunkt ist vor Schulbeginn, um 7.30 Uhr, in den Esszimmern der Offenen Ganztagsschule (OGTS).

Fürstenfeldbruck –  Dort wird dann gemeinsam mit anderen Mitschülern bis zirka 7.45 Uhr gefrühstückt. Danach geht es gestärkt in den Unterricht.

Bis zu 30 Schüler nehmen das Angebot Schulfrühstück wahr. Den Lehrern der Grund- und Mittelschule war es besonders wichtig, dass alle Schüler einen vergleichbaren Start in den Tag haben. Die Idee zum Projekt kam vergangenes Jahr im September auf. Die Schulleiter sprachen zuerst mit Martina Fink von der Hans-Kiener-Stiftung, ob die Vereinigung denn ein solches Projekt finanziell unterstützen würde. Denn es war der Grundschule Nord wichtig, „nicht Ehrenamtliche, sondern geschultes Fachpersonal, sprich Pädagogen, für die Betreuung während des Frühstücks einzusetzen“, erklärt 1. Konrektorin, Ricarda Kicherer. Und das bringt Kosten mit sich.

Man wurde sich einig, und so startete das Jahr 2019 mit einem Probelauf des Schulfrühstücks. „Wir wollten sehen, ob das Angebot überhaupt angenommen wird“, meint Fink. Gleich zu Beginn, nach Bekanntgabe durch einen Elternbrief, wurden 20 Schüler für das Frühstück angemeldet.

Auch schulische Sorgen besprechen

Die Betreuung übernehmen die Pädagoginnen Lilo Peerenboom und Michaela Schwarzmann von der OGTS. Montag bis Mittwoch bereiten sie ab 7 Uhr das Frühstück vor und kümmern sich dann um die Erst- bis Viertklässler. „Dabei baut sich auch eine Vertrauensbasis auf“, erzählt Peerenboom. So können Schüler sich nicht nur für den Tag stärken, sondern zum Beispiel auch schulische Sorgen bei den Pädagoginnen los werden. „Wichtig war uns, dass nicht nur der Hunger gestillt wird, sondern, dass man gemeinsam, familiär, in einer Gemeinschaft isst“, sagt Kicherer.

Joghurt, Müsli und Milch, kaufen die Betreuer selbst ein. Semmeln und Brezen werden über den Pausenverkauf der Grund- und Mittelschule geordert. Einen Kostenbeitrag von fünf Euro im Monat zahlen die Eltern, den Rest übernimmt die Hans-Kiener-Stiftung. Schüler, die kein Pausenbrot dabei haben, dürfen sich dieses dann während des Frühstücks selbst schmieren und mitnehmen. Ab und zu gibt es auch Probiertage, an denen die Grundschüler zum Beispiel Gurken oder Tomaten anstatt Müsli zum Frühstück probieren können. Gezwungen wird aber niemand. Die einzigen Regeln, die während des Schulfrühstücks bestehen, lauten: Jeder hat seinen festen Sitzplatz, während dem Essen wird nicht umher gelaufen und sein Geschirr räumt jeder selbst ab.

Dass das Schulfrühstück bei Eltern und Kindern gut ankommt, merkt Lilo Peerenboom auch außerhalb der Schule. Wenn sie unterwegs ist und auf Schüler trifft, heißt es meist, „das ist die Frau, bei der wir frühstücken“, erzählt die Pädagogin lachend. (LISA FISCHER)

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