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Unterstützung aus der Politik bekommt der Ernährungsrat von Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer. 

Ernährungsrat

Genusswoche soll die Lust am regionalen Essen wecken

Die Lebensmittelversorgung der Menschen regional und ökologisch nachhaltig gestalten: Das ist das Ziel des Ernährungsrates für den Landkreis, der vor über einem Jahr gegründet worden ist. Dazu beitragen soll jetzt eine regionale Genusswoche. Ende März geht es los.

Fürstenfeldbruck – Mit dem Gasthof Heinzinger in Rottbach, dem Klosterstüberl Fürstenfeldbruck, dem Restaurant Fürstenfelder, dem Gasthof Grätz in Emmering und „Gröbl Catering“ beteiligen sich vier Gasthäuser und eine Mensa aus dem Landkreis an der Genusswoche, die vom 25. bis 31. März stattfindet. Das Besondere dabei: Die Gastronomen bieten in dieser Zeit Gerichte an, deren Hauptzutaten von Erzeugern aus dem Landkreis beziehungsweise der Region kommen.

Initiiert hat die Genusswoche der Ernährungsrat für den Landkreis. Ihm gehören neben Verbrauchern unter anderem Vertreter aus Landwirtschaft, Verbänden, Gastronomie, Schulen und Politik an. „Die politische Unterstützung ist sehr wichtig“, sagt Richard Bartels von der Organisation Slowfood, die den Ernährungsrat ebenfalls unterstützt. Er freue sich deshalb besonders, dass mit Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer ein Unterstützer aus der lokalen Politik mit an Bord sei. Nur so könne man eine Vernetzung vom Landwirt bis zum Verbraucher herstellen, so Bartels. Schäfer sagte bei der Präsentation der Genusswoche im Amt für Ernährung in Puch, dass das System vor allem auch im Hinblick auf den Plastikmüll kranke, den der Mensch täglich produziere. „Wir müssen deshalb im Kleinen anfangen.“ Als Gemeinde könne man das Bewusstsein der Menschen für regionale Produkte etwa dadurch schärfen, dass man bei Ausschreibungen für die Mensa-Bewirtung auf Regionalität achtet.

Ein Paradebeispiel dafür sei die Mensa im Gymnasium Gröbenzell, die von „Gröbl Catering“ täglich mit regionalem Essen beliefert wird. „Wir wollen, dass die Kinder im Landkreis bestmöglich versorgt sind“, erklärt Koch Christian Klinger, der selbst Vater ist. Dennoch machte er auch keinen Hehl daraus, dass man beim Schul-Essen auch immer den Preis im Blick haben müsse, da es sonst Schwierigkeiten mit einigen Eltern geben würde. Die Initiative, beziehungsweise die Botschaft, die der Ernährungsrat senden will, sei aber bei den Eltern angekommen, ergänzte Inhaber Dietmar Gröbl.

Gastronomen und Erzeuger sahen hingegen noch Nachholbedarf: Man müsse den Endverbraucher noch mehr für gutes, regionales Essen sensibilisieren. „Unsere Art der Ernährung hat Auswirkungen auf die gesamte Umwelt“, sagte Gerhard Kohlfürst vom Restaurant Fürstenfelder. Das sah auch Denis Kleinknecht, Chef des Gasthofs Heinzinger, so. „Wir sollten mehr darauf schauen wo die Ware herkommt.“

Die Genusswoche soll nicht das einzige derartige Projekt bleiben. Der Ernährungsrat plant, weitere Veranstaltungen folgen zu lassen – eventuell schon im Herbst. „Wir wollen die regionalen Erzeuger mit der regionalen Gastronomie vernetzen“, so Gisela Schaelow vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. (seo)

Gerichte und ihre Macher: Das ist bei der Genusswoche geboten

Gastronomie:

 Gasthof Heinzinger: Dampfnudeln mit Vanillesoße; Klosterstüberl: Böfflamott vom Lammschlegel; Fürstenfelder (Abendkarte): Geräucherter Aal, Gemüse Brettl, Backhendl; Gasthof Grätz: Bio-Rinderlende in Senf-Zwiebelkruste; Gröbl Catering (Achtung: Gericht nur 29. März., ab 18 Uhr): Crepinette vom Schweinefilet, Ragout von Roter und Gelber Bete mit Kartoffelgratin;

 Erzeuger: 

Kartoffeln: Familie Widmann (Esting), Hatzlhof (Bio, Esting), Hartlhof (Esting); Gemüse: R. Reichelmayr (Bio, Kreuth), Pfänderhof (Bio, Schwabmünchen); Eier: Stanglhof (Bio, Esting), Heggmeier (Oberlappach); Schweinefleisch: Stanisfof (Germering); Rindfleisch: Landfrau ökologische Metzgerei (Emmering); Putenfleisch: Wallners Bio Pute (Hebertshausen); Lammfleisch: Biolandhof Unglert (Puchheim); Fisch: Fischzucht Birnbaum (Penzing), Milch und Käse: Maisingerhof (Günding) und Schmölzl (Schöngeising), Mehl: J. Hermann (Merching)

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