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Die Geschichtenmacher (v.l.): Gisela Marr, Jane Funke, Islode Jung, Sabine Maier und Marlene Karnasch. 

Hobby-Schriftstellerinnen

Die Geschichten des kreativen Quintetts

Liest du noch oder schreibst du schon? So lautete der Titel eines Kurses in kreativem Schreiben, der vor Jahren fünf Frauen zusammengebracht hat. Mittlerweile hat sich das Quintett weiterentwickelt und nennt sich die „Geschichtenmacher“. Inspiration holen sich die Autorinnen aus den unterschiedlichsten Quellen.

Fürstenfeldbruck – Einmal im Monat sitzen die fünf zusammen, lesen sich gegenseitig aus ihren neusten Werken vor, üben konstruktive Kritik – und haben jede Menge Spaß. Am Anfang ging es schon „ans Herzblut“, wenn die anderen Verbesserungsvorschläge machten, erinnert sich Gisela Marr. „Aber wir sind inzwischen hart im Nehmen.“ Alle lachen zustimmend. Kein Autor der Welt hört gern Kritik an seinen Texten, doch jede der fünf Hobby-Schriftstellerinnen hat gelernt, die Kommentare der anderen auszuhalten. Weil die Geschichten dadurch meistens besser werden.

Am schwierigsten sind lustige Geschichten, da sind sich alle einig

Gemeinsam mit Isolde Jung, Sabine Maier und Jane Funke sitzt Gisela Marr im gemütlichen Wohnzimmer von Marlene Karnasch in Bruck. Auf dem Tisch stehen Kaffeetassen, Teelichter und Tortilla-Chips, vor jeder der Frauen liegt ein Schreibblock. Gisela Marr hat außerdem unterschiedlich große Notzibücher dabei. „Verschiedene Formate“ helfen beim Entstehungsprozess einer Geschichte“, hat sie festgestellt.

Ihre Ideen nehmen die Frauen aus ganz unterschiedlichen Quellen. Jane Funke lässt sich gern von Zeitungsmeldungen inspirieren. Giesla Marr schöpft aus den vielen Erlebnissen ihres früheren Berufslebens als Krankengymnastin. Sabine Maier schreibt bewusst nichts über ihre Arbeit in einem Seniorenheim, sondern überlässt die Regie am liebsten ihrer lebhaften Fantasie. Marlene Karnasch, ehemalige Personalchefin einer Polizeidirektion, glaubte ursprünglich von sich, gar keine Fantasie zu haben, und wollte eigentlich ein Sachbuch über Mitarbeiterführung schreiben. Isolde Jung spricht allen aus dem Herzen, wenn sie sagt: „Was mir auf der Seele liegt, muss aufs Papier.“

Das nächste Mal werden die Geschichtenmacher wohl im Herbst 2018 wieder auftreten

Am schwierigsten sind lustige Geschichten, da sind sich alle einig. Und wenn vermeintliche Gags nicht zünden, ist das besonders bitter. Als Sabine Maier eines Abends etwas vorlas über „einen Mann wie ein Erdbeben – nach drei Sekunden ist alles vorbei“, blickte sie in lauter ratlose Gesichter. Schweren Herzens wurde der Satz gestrichen. Maier war klar: Wenn ihre vier Kolleginnen den Witz nicht verstehen, versteht ihn auch sonst niemand.

Einmal im Jahr treten die Fünf bei der Brucker Volkshochschule vor Publikum auf, beim letzten Mal waren 70 Leute da. Das aus 15 Geschichten bestehende Programm hieß „Fragmente“. Dass man sich unter dem Titel alles und nichts vorstellen kann, war gewollt. „Wir suchen uns meistens ein Motto, das zu allem passt“, sagt Sabine Maier. Da kann es dann um einen „Rippenserienbruch“ im örtlichen Kreiskrankenhaus gehen, um den Mord an einem Dackel oder um pubertierende Familienmitglieder, die einen zur Weißglut treiben.

Das nächste Mal werden die Geschichtenmacher wohl erst im Herbst 2018 wieder auftreten, vielleicht auch erst im Januar 2019 – dann aber in größerem Rahmen, denn dann feiern sie ihr zehnjähriges Bestehen.

von Ulrike Osman

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