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Das Landratsamt hat den Nahverkehr mit Bussen in den vergangenen Jahren immer mehr erweitert.

In Fürstenfeldbruck

Glüh-Öffi: Bus fährt sonntags öfter zum Christkindlmarkt

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Ein oder mehrere Tassen Glühwein am Christkindlmarkt und dann nach Hause: Für Bürger aus dem Westen der Stadt Fürstenfeldbruck bedeutete das sonntags am Abend oftmals einen längeren Fußmarsch. Heuer aber gibt es erstmals den Glühweinbus.

Fürstenfeldbruck –  Denn der Christkindlmarkt auf dem Viehmarktplatz schließt erst, wenn der Bus schon nicht mehr fährt. In diesem Jahr wird das anders sein: Der Fahrplan des Busses 840 wird an den vier Advents-Sonntagen um zwei Stunden verlängert.

„Es war immer schon ein Thema, dass die Besucher aus dem Westen keine Möglichkeit hatten, den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen“, berichtet Markt-Organisatorin Sophie Trnka von der Stadtverwaltung. Denn sonntags fährt nach 17 Uhr kein Bus mehr an der Schöngeisinger Straße weg. Die Besucher müssen also zum Bahnhof Fürstenfeldbruck laufen.

Kosten halten sich im Rahmen

Eine Bürgerin fragte auf Facebook, ob man da nicht etwas machen kann, berichtet Trnka. Stadträtin Alexa Zierl (Bruck mit Zukunft) nahm dies in die Hand. „Die Stadt zahlt bereits an anderer Stelle zusätzliche Busfahrten, wenn es sich rentiert“, sagt sie, stellte beim Landratsamt eine Anfrage und wandte sich auch an die Stadtverwaltung – mit Erfolg. An den vier Christkindlmarkt-Sonntagen fährt der Bus nach dem Fahrplanende noch zwei Mal im Stundentakt. „Die Kosten halten sich im Rahmen“, sagt Zierl. Die rund 520 Euro bezahlt die Stadt.

Alles recht kurzfristig

Zierl freut sich, dass die Anregung so schnell umgesetzt werden konnte. „Es ist ein wunderbares Beispiel, wie Bürgerbeteiligung schön klappen kann.“ Sie sei auch den Verwaltungsmitarbeitern und dem ÖPNV-Experten im Landratsamt dankbar. „Schließlich war es doch recht kurzfristig.“ Man habe sogar überlegt, den 20-Minuten-Takt zu verlängern, berichtet Zierl. Doch erst einmal will man bei der Stadt schauen, ob das Angebot überhaupt angenommen wird. Falls ja, stehe der 20-Minuten-Takt nächstes Jahr im Raum. „Dann wäre es ein echter Christkindlmarktbus.“ 

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