GNTM-Kandidatin Ashley aus München.
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GNTM-Kandidatin Ashley aus Bruck.

Sie schafft den Spagat zwischen Jurastudium Fernseh-Show

Der Laufsteg als Plattform fürs Völkerrecht - Bruckerin bei „Germany’s Next Topmodel“

Völkerrecht und Germany‘s Next Topmodel? Wie das zusammenpasst erzählt GNTM-Teilnehmerin Ashley Amegan im Interview.

Fürstenfeldbruck – Was für viele Mädchen und Frauen ein Traum bleiben wird, ist für Ashley Amegan Wirklichkeit geworden. Die 23-Jährige, die fast 20 Jahre in Fürstenfeldbruck gelebt und das Viscardi-Gymnasium besucht hat, ist Teil der neuen Staffel von „Germany’s Next Topmodel“, die donnerstags auf ProSieben läuft. Mittlerweile lebt Ashley in München, gibt Sprachkurse, studiert Jura im siebten Semester und ist angehende Völkerrechtlerin. Wie und warum sie nebenbei als Topmodel Karriere machen will, erzählt sie im Tagblatt-Interview.

Ashley Amegans Ziel: Ein Plus in der Welt hinterlassen

Was ist Ihre Motivation bei „Germany’s Next Topmodel“ mit zu machen?

Als zukünftige Völkerrechtlerin ist mein größtes Ziel, ein Plus in der Welt zu hinterlassen. Ich möchte mich mit meiner Arbeit für Menschen stark machen, die nicht mit denselben Privilegien, die ich als deutsche Staatsbürgerin genieße, aufgewachsen sind. Das Modeln ist vor zwei Jahren zu meiner absoluten Leidenschaft geworden. Das möchte ich ebenfalls nicht missen und deshalb diese zwei sehr extremen Ziele miteinander verbinden. Durch „Germany’s Next Topmodel“ erhoffe ich mir Erfahrungen, die mich in meiner Persönlichkeit stärken. Ich möchte mich auch als Laufstegmodel beweisen. Gleichzeitig erhoffe ich mir, eine Plattform aufzubauen, mit der ich auf die völkerrechtlichen Probleme der Welt hinweisen kann.

Haben Sie als Kind „Germany’s Next Topmodel“ geschaut?

„Germany’s Next Topmodel“ ist mir immer ein Begriff gewesen. Vor allem die ersten paar Staffeln hatte ich oft angeschaut. In den letzten Jahren habe ich die Show eher seltener verfolgt. Vielleicht kann mir das ein Vorteil sein, weil ich dann nicht weiß, was auf mich zukommt und ich dann weniger nervös bin.

Vor welcher Aufgabe in der Sendung haben Sie am meisten Angst?

Spontanität fällt mir besonders schwer. Aufgaben mit einem plötzlichen „Twist“ fände ich wahrscheinlich am schwierigsten zu meistern.

Hatten Sie schon Kontakt zu Heidi Klum? Wie wirkt sie auf Sie?

Über die Reise hatte ich natürlich auch Kontakt zu Heidi. Sie ist eine unglaublich sympathische Frau. Sie ist die geborene Entertainerin und immer sehr professionell. Das ist ihre 16. Staffel und ich finde, man merkt ihr an, dass sie und ihr Team ein eingespieltes Team sind.

Ashley Amegan: „Das Streben nach einem Ideal meiner selbst ist mir am wichtigsten“

Haben Sie ein Vorbild?

Es gibt viele Menschen, die mich inspirieren. Das Model und die Aktivistin Waris Dirie zum Beispiel. Oder das Model Indira Scott, das eine wunderschöne innere Ruhe ausstrahlt. Am Ende des Tages ist mir das Streben nach einem Ideal meiner selbst allerdings am wichtigsten.

Seit wann modeln Sie und wie kamen Sie dazu?

Ich habe mich seit 2019 quer durchprobiert, mit Shootings und kleinen Laufstegjobs. Inspiriert hat mich vor allem der Gedanke, mich selbst auf einem Plakat zu sehen. Außerdem begeistert mich die „Paris Fashion Week“. Ich habe mir das Ziel gesetzt, dort einmal zu laufen.

Wollen Sie als Model Ihren Lebensunterhalt verdienen?

Selbstverständlich wäre es toll, mit dem Modeln meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Allerdings steht das für mich nicht an erster Stelle. Bei einem Job denke ich zuerst an die tollen Bilder, die entstehen werden. Erst danach fällt mir ein, dass ich ja auch bezahlt werde.

Ashley Amegan: „Das Jurastudium ist sehr fordernd“

Wie läuft das mit dem Jurastudium parallel?

Das Jurastudium ist sehr fordernd. Allerdings ist es vorteilhaft, dass ich im Studium auch sehr flexibel bin. Die ersten paar Semester ging ich für jede Vorlesung in die Uni. Nun traue ich es mir selbst zu, auch von Zuhause zu lernen. Oft nehme ich Karteikarten mit zu Shootings und lerne in den Pausen. Meinen Laptop habe ich auch immer parat, egal wo es hin geht.

Was machen Sie sonst noch nebenbei?

Ich arbeite als Nachhilfelehrerin und nächstes Semester auch als Sprachdozentin für Englisch, Französisch und Deutsch. Ansonsten begeistere ich mich für das Reisen und alles, bei dem ich etwas lernen kann – seien es Kreuzworträtsel, Dokus oder Bücher. Ich entspanne aber auch gerne bei einem Yogakurs oder faulenze mit meinem Partner auf der Couch.

Was sagen Ihre Eltern und Ihre zwei Schwestern dazu, dass Sie bei „Germany’s Next Topmodel“ mitmachen?

Meine Familie ist begeistert von meinen Plänen. Sie wissen, dass ich meine Ziele meist sehr stur verfolge und vertrauen darauf, dass ich genügend Recherche betrieben habe und weiß, worauf ich mich eingelassen habe.

Wie weit wollen Sie in der Sendung kommen?

Meine Ziele sind es, einen großartigen Job zu ergattern und die Top 10 zu erreichen. Alles Weitere sehe ich als Bonus, den ich natürlich nicht abschlagen würde. Selbstzufriedenheit ist für mich das A und O. Das bedeutet auch, nicht krampfhaft und überehrgeizig auf den Sieg zu hoffen. Egal ob ich Erste oder 15. werde, die Hauptsache ist, dass ich etwas Lehrreiches für mich mitnehmen konnte.

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Interview: Christoph Riegel

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