Der Swift-Schüler-Rennstall: Samuel Heilmann, Marina Grauvogl, Leonie Lemmer, Lisa Biberger, Helene Meissner und Alessia Sedelnikov vom Graf-Rasso-Gymnasium.
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Der Swift-Schüler-Rennstall: Samuel Heilmann, Marina Grauvogl, Leonie Lemmer, Lisa Biberger, Helene Meissner und Alessia Sedelnikov vom Graf-Rasso-Gymnasium.

Rasso-Gymnasium

Gold für den Flitzer aus dem Brucker Klassenzimmer

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Es ist ihre dritte und ihre letzte Saison. Und diesmal wollten sie es schaffen. Die sechs Schülerinnen und Schüler vom Graf-Rasso-Gymnasium wollten unbedingt die Goldmedaille holen bei der süddeutschen Meisterschaft des Wettbewerbs“ Formel 1 in der Schule“.

Fürstenfeldbruck - Die fehlte den Mitgliedern des Rennstalls Swift noch in ihrer Sammlung. Bis sie wussten, ob sie ihr Ziel erreicht hatten, mussten die Schüler sich aber gedulden. Formel 1 in der Schule? Da sind die Autos natürlich deutlich kleiner, es ist kein Benzinmotor drin und es sitzt auch kein Fahrer am Steuer. Aber sonst sind viele Herausforderungen des Schülerwettbewerbs ähnlich wie in der großen Rennserie, an die er sich dem Namen nach anlehnt. Es muss ein Fahrzeug konstruiert werden, das Team muss sich vermarkten und Sponsoren finden – und letztlich Rennen gewinnen.

Seit mehreren Jahren beteiligen sich Gruppen vom Graf-Rasso-Gymnasium an dem Wettbewerb. Auch das Team Swift – bestehend aus Samuel Heilmann, Marina Grauvogl, Leonie Lemmer, Lisa Biberger, Helene Meissner und Alessia Sedelnikov, alle zwischen 16 und 18 Jahre alt – war schon zweimal dabei. Sie hatten also Erfahrung, doch in diesem Schuljahr war dann doch vieles neu.

„Seit August tüftelten wir Tage und Nächte lang an unserem Modellauto“, berichten die Team-Mitglieder. Die Fahrzeuge müssen die Teams nach festgelegten Kriterien –zwischen 17 und 21 Zentimeter lang, 8,5 Zentimeter breit und betrieben mit einer Gaspatrone – selbst entwerfen. Das war, ebenso wie die Vorbereitung des Videos für die Team-Präsentation, pandemiebedingt eine besondere Herausforderung. Aber das Auto und das Bewerbungsmaterial für die Jury wurden rechtzeitig versandfertig. Das Warten auf das Rennergebnis war dann eine Geduldsprobe.

Anders als in früheren Jahren trafen sich die Teilnehmer nicht an einem großen Renntag, wo sie sonst auch ihre Konzepte vorstellen. Die Autos wurden versandt und aus der Ferne auf die 20 Meter lange Rennstrecke geschickt. Die Zeiten, die ihr Auto erzielte, kannten die Swift-Mitglieder bald. Doch es dauerte Tage, bis das Gesamtergebnis verkündet wurde, in das auch Konzept und Präsentation einfloss.

Sechs Teams waren in der Konkurrenz, ein Name nach dem anderen wurde per Video verlesen, vom sechsten Platz aufwärts. Als fünf Namen genannt waren, nur Swift nicht, passierte das: „Endorphine strömen durch unsere Adern, Herzschläge liegen weit über hundertachtzig und sechs Mundwinkel schießen nach oben.“ So beschrieben die Team-Mitglieder den Moment, in dem sie endlich wussten, dass sie die die süddeutsche Meisterschaft von „Formel 1 in der Schule“ gewonnen hatten.

Ganz vorbei ist die Geschichte des Rennstalls damit noch nicht. Eine weitere Titelchance haben sie noch. Im Juni dürfen sie ihr Auto auch im Rennen um die deutsche Meisterschaft noch einmal auf die Strecke schicken.

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