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Cold-Water-Challenge

Grill-Aktion für Facebook teilweise  in der Arbeitszeit

Die Mitarbeiter des Brucker OB-Büros haben das Kaltwasser-Grillen großteils in ihrer Arbeitszeit veranstaltet. Die bei der Aktion geleistete Spende stammt aus dem Topf, über den der OB frei verfügen kann. 

Fürstenfeldbruck – Das geht aus einer Antwort der 3. Bürgermeisterin Karin Geißler auf eine Anfrage des früheren SPD-Stadtrats Axel Lämmle hervor.

Das OB-Büro hatte an der derzeit im Internet-Netzwerk Facebook sehr beliebten Kaltwasser-Aktion teilgenommen und ein Video davon im Internet veröffentlicht. Bald schon keimte Kritik an der Aktion auf und Axel Lämmle forderte via Informationsfreiheitssatzung Aufklärung über die Hintergründe.

Am Freitag nun antwortete 3. Bürgermeisterin Karin Geißler. Demnach sei das Brucker OB-Büro vom Germeringer Oberbürgermeister zu der Aktion aufgefordert worden. Brucks OB Raff, derzeit im Urlaub, und sein Team hätten beschlossen, der Challenge tatsächlich nach zu kommen.

Die Aufforderung sei an das OB-Büro gegangen und nicht an Privatpersonen. „Daher war der Filmdreh für die drei Mitarbeiterinnen selbstverständlich ein Dienstgeschäft“, schreibt Karin Geißler, die Raff derzeit vertritt und so mit der Sache betraut wurde.

Die Aktion habe eine Stunde und 15 Minuten gedauert, wobei hier 30 Minuten Mittagspause enthalten gewesen seien. Der dienstliche Zeitaufwand habe insgesamt also zwei Stunden und 15 betragen.

Für den Filmdreh sei eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro bezahlt worden, die Vorbereitungen hätten 30 Minuten in Anspruch genommen, das Hochladen in Facebook etwa noch einmal so viel, erklärt Geißler. Die beiden Spenden in Höhe von je 150 Euro stammten aus dem Budget des OB. Die Forderung, solche Spenden privat zu finanzieren, sei populistisch, heißt es in Geißlers Schreiben an Lämmle. Die nötigen Utensilien seien privat zur Verfügung gestellt worden, die Speisen seien außerhalb der Arbeitszeit erworben und privat bezahlt worden. Man habe wirklich gegrillt.

Karin Geißler verteidigt die Aktion. Auf ihrer Facebook-Seite habe die Stadt 3700 Nutzer erreicht und 57-Gefällt-Mir-Angaben bekommen. Zwölf Mal sei das Video weiter verbreitet worden. Die Summe der gesamten Aufwendungen (50 Euro plus drei Stunden und 15 Minuten Arbeitszeit) liege deutlich unter dem Spendenbetrag, schreibt Geißler. Der Image-Gewinn für die Stadt bestehe auch darin, dass sich die Verwaltung hier einmal lockerer gezeigt habe. 

Das Kaltwasser-Grillen macht derzeit in den Internet-Netzwerken die Runde. Dabei stellen sich etwa Mitglieder eines Vereins in einen See oder Bach, grillen dabei und drehen davon ein Video.  st

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