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Unbeschwert in einer schwierigen Situation: Kardinal Reinhard Marx (3.v.l.) sprach den Gläubigen Mut zu. Bald käme ein neuer Pfarrer, der an das Alte anknüpfe.  

Nach Erkrankung des Pfarrers

Großer Andrang bei Messe mit  Kardinal Marx in Fürstenfeld

Einen ganz normalen Sonntag im Jahreskreis machte Erzbischof Kardinal Reinhard Marx für die Gläubigen des Pfarrverbandes Fürstenfeldbruck zu einem ganz besonderen. Denn mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz in der eigenen Pfarrverbandskirche einen Gottesdienst zu feiern, das erlebt der Katholik nicht alle Tage.

Fürstenfeldbruck – Dementsprechend gefüllt war die „wunderschöne und begeisternde Kirche“, so beschrieb sie Kardinal Marx, die dank vieler Löffel Weihrauch in gleich zwei Weihrauchfässern nicht nur einen optischen, sondern auch olfaktorischen Hochgenuss bot. 

Unzählige Ministranten, gefolgt von Diakonen und Pastoral- und Gemeindereferentinnen und natürlich den Pfarrern Stefan Scheifele und Otmar Klein zogen mit dem Kardinal durch das Hauptschiff der Mittelpunktskirche des Pfarrverbandes ein. Nur einer fehlte krankheitsbedingt: der Leiter des Pfarrverbandes, Pfarrer Albert Bauernfeind. Seine schwere Krankheit und die deswegen erfolgte Resignation Ende des vergangenen Jahres sind der Grund für die „besondere Umbruchsituation und die nicht ganz einfachen Monate, die wir hinter uns haben“, wie im aktuellen Pfarrbrief nachzulesen ist. 

Pfarrer Stefan Scheifele, Interims-Leiter des Pfarrverbandes, sagte bei seiner Begrüßung des Kardinals zu Beginn der Messe: „Trotz ihrer nationalen und weltkirchlichen Aufgaben haben Sie immer nachgefragt, wie es Pfarrer Bauernfeind und uns im Pfarrverband geht – und sind sogar heute hier, um mit uns die heilige Messe zu feiern.“ Der Münchner Erzbischof bestätigte, dass er Scheifeles Anregung, vorbeizuschauen, gerne aufgegriffen hätte. „Dabei möchte ich auch meinen Dank an Pfarrer Scheifele und sein gesamtes pastorales Team für das Engagement in den vergangenen Monaten aussprechen“, so der Kardinal. Bald käme ein neuer Pfarrer, der an das Vorhandene anknüpfen könne. Er bat die Gläubigen um die Fürbitte für einen guten Weg des Pfarrverbandes in die Zukunft.

Ausgehend von der Notwendigkeit, sich gerade in der digitalisierten Welt neuer Medien verstehen zu müssen, stellte Marx in seiner Predigt drei Punkte vor, ohne die ein Verständnis nicht möglich sei: die Freundschaft, das Neue und die Heilung. „Ohne Freundschaft und Offenheit, wie es schon Jesus gepflegt hat, ist das Verstehen untereinander nicht möglich“, so der Kardinal. Dabei sei ihm besonders wichtig, dass gerade junge Menschen im Gottesdienst mit Gott in Berührung kämen. Birgitta Klemenz, Vorsitzende des Pfarrverbandsrates, gefiel die Predigt, und sie freute sich, dass der Kardinal „bei dem vollen Terminkalender so schnell für eine Messe in Fürstenfeldbruck Zeit gefunden hat“.  mjk

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