Auf Wahlkampf-Tour mit der S-Bahn: (v.l.) Katharina Schulze (Landtagsfraktionsvorsitzende), Beate Walter-Rosenheimer (Bundestagskandidatin), Karin Haslauer (Grüne Jugend), Lena Satzger (Wahlkampfleiterin) und Manuel Eberhardt (Grüne Jugend). 

Wahlkampf-Tour 

Grüne testen S-Bahn- und Buslinien

 Zu Beginn der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes haben die Grünen den öffentlichen Nahverkehr im Landkreis getestet. 

Fürstenfeldbruck –Beim Bus- und Bahnhopping durch Städte und Gemeinden entlang der S-Bahnlinien forderte Bundestagskandidatin Beate Walter-Rosenheimer, öffentliche Verkehrsmittel auszubauen: „Die S4 und alle anderen Linien sollten ganztägig im Zehn-Minuten-Takt fahren. Außerdem brauchen wir mehr Nachtbusse und auch häufigere Busfahrzeiten“, sagte sie.

Bei der Rundfahrt springen Walter-Rosenheimer, Mitglieder der Grünen Kreisjugend und die Grünen-Fraktionschefin im Landtag, Katharina Schulze, zwischen der S3 und S4 hin und her. Von Gröbenzell aus geht es über Olching und Eichenau nach Fürstenfeldbruck. Dann bringt der Bus die Grünen vom Brucker Hauptplatz nach Maisach, von wo sie schließlich nach Gröbenzell zurückkehren.

Es ist eine Bus- und Bahnodyssee, die fast fünf Stunden dauert. Dabei wird deutlich, dass die Querverbindungen zwischen S3 und S4 oft umständlich sind. Die Grünen wollen zeigen, dass hier Bedarf zum Ausbau besteht. „Es gab mal die Überlegung, eine S-Bahn-Verbindung zwischen Gröbenzell und Bruck einzurichten“, sagt Manuel Eberhardt, Sprecher der Kreisjugend. Dies sei aber im Sande verlaufen – genau so wie auch der Traum Beate Walter-Rosenheimers von einer ringförmige Stadtumlandbahn. „Es gibt aber durchaus noch Gestaltungsmöglichkeiten“, sagt die Bundestagskandidatin. Sie meint den Zehn-Minuten-Takt bei den S-Bahnen.

Das hätte wohl den Grünen auch bei ihrem Wahlkampf geholfen: Die Einfahrt der S-Bahnen nutzen sie an diesem Tag, um Flyer an die aussteigenden Menschen zu verteilen. Zusätzlich bekommen die potenziellen Wähler unter anderem Schokoherzen mit dem Slogan „Herz statt Hetze“. Die Schokolade schmilzt jedoch schnell.

Für Katharina Schulze ist der Umweltschutz nach wie vor der grüne Markenkern. „Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs dient letztlich auch unserem zentralen Ziel: Wir brauchen mehr Klimaschutz“, sagt die Landtagsabgeordnete. Ausschließlich als Umweltpartei möchten sich die Grünen jedoch nicht sehen. Ihre Partei repräsentiere auch Weltoffenheit, ein geeintes Europa und eine stärkere Demokratie.

Letzteres Ziel hoffen die Grünen durch eine starke Social-Media-Präsenz zu erreichen. Während des Bus- und Bahnhoppings schießen sie viele Selfies und posten Beiträge. „Ich sehe in sozialen Netzwerken ein Mittel der Transparenz, der Information und der Kontrolle“, sagt Schulze.

Auch Walter-Rosenheimer hat seit dieser Woche einen Instagram-Account. Sie hofft, damit gerade junge Leute zu erreichen und Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. So wie bei einem Jugendlichen am Bahnhof – der lehnt sein Schokoherz ab, weil er, wie er sagt, „gegen Politik“ sei.  boa

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