An den Plakatwänden der FOS konnten sich die Schüler vor der Wahl informieren. Foto: Kellermann

FOS/BOS und Realschule in FFB

Die Grünen sind bei den Jugendlichen erste Wahl

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Wählen ist wichtig. Um den Jugendlichen das zu verdeutlichen, wurde vielerorts die U18-Wahl organisiert.

Fürstenfeldbruck –  Schüler konnten anhand der richtigen Landtags-Listen ihr Parlament bestimmen. Klar ist: Die Grünen haben bei den Jugendlichen die meiste Unterstützung – sowohl an der Fachober- und Berufsoberschule (FOS/BOS) als auch an der Ferdinand-von-Miller-Realschule.

Alles geheim: Realschüler geben ihre Stimme ab. 

Das Projekt „Juniorwahl“ wurde an über 600 Schulen in ganz Bayern durchgeführt und soll den Jugendlichen einen Einblick in den Ablauf der Wahlprozesse geben. Dazu wird der Wahlablauf möglichst konkret nachgestellt. An der Realschule waren die knapp 200 Zehntklässler zur Juniorwahl aufgerufen. Zur Vorbereitung wurden im Unterricht wichtige Themen wie Demokratieverständnis, Wahlablauf sowie die Bedeutung von Erst- und Zweitstimme besprochen. Mit ihren Wahlbenachrichtigungen konnten die Jugendlichen in einem zum Wahllokal umgestalteten Klassenzimmer ihre Stimme abgeben. Wahlhelfer kontrollierten die Benachrichtigungen. Die Schüler konnten sich noch einmal über die Parteien und Programme informieren und diskutierten teilweise noch auf dem Weg zur Wahlkabine.

Bei der Erststimme bekam Gabriele Triebel von den Grünen mit 41,2 Prozent die meisten Stimmen. Auch bei der Zweitstimme hatten die Grünen mit 35,6 Prozent die Nase klar vorne. CSU und SPD lagen mit 16,9 beziehungsweise 15,8 Prozent deutlich dahinter.

Das Wahlergebnis aller bayerischen Schüler wurde auf der Seite Juniorwahl.de veröffentlicht. Viele Schüler äußerten die Hoffnung, dass die Politik ihre Stimmabgabe zur Kenntnis nimmt und auch bei der Arbeit im Landtag die Wünsche und Sorgen der Jugendlichen beachtet. Zudem erwarten viele Zehntklässler, dass die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre bei der Landtagswahl in der nächsten Legislaturperiode umgesetzt wird, heißt es aus der Schule. Die vorgezogene Landtagswahl kam bei den Jugendlichen gut an. Sie freuen sich darauf, in fünf Jahren selbst bei der Landtagswahl ihre Stimme abzugeben.

426 Wahlberechtigte unter 18 Jahren gaben an der FOS ihre Stimme ab. Das bedeutet eine Wahlbeteiligung von 74 Prozent. Davon gingen 142 Stimmen (33,3 Prozent) an die Grünen. Dahinter folgten die CSU (15,3), die SPD (8,9) und die AfD (6,3).

Hinter dem Sozialkundeprojekt, organisiert von der Lehrerin Theresa Mayer mit ihren Klassen fs12d und ft12b, steckt mehr als der reine Wahlakt. Die Schüler druckten Wahlzettel, bastelten die Urne, erstellten einen Ablaufplan und gestalteten Wahlplakate. Durch den Projektunterricht sollen politische und gesellschaftliche Engagementformen gefördert werden. Indem die Wahlen und politischen Inhalte ausgewertet werden, hoffen die Beteiligten, dass langfristiges Interesse an Themen der Demokratiebildung besteht. „So wird Politik greifbar und Unterricht lebensnah und bedeutungsvoll“ finden die Schüler Johanna, Sophie und Fabian aus den beteiligten Klassen.  imu

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