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Aline Pronnet ist Vorsitzende der Subkultur.

Für jahrzehntelanges Engagement 

Subkultur räumt Auszeichnungen ab

Es regnet Preise für die Subkultur: Gleich zweimal wird der Verein am Jahresende für seineArbeit ausgezeichnet. Insgesamt kommen so 3000 Euro an Preisgeld zusammen.

Fürstenfeldbruck – Von der ersten Auszeichnung weiß die Subkultur schon ein wenig länger, sagt Vorsitzende Aline Pronnet (26) auf Tagblatt-Nachfrage. Seit dem Frühjahr ist klar, dass der Brucker Verein 2017 den „Grünen Wanninger“ bekommt. Das ist ein Preis der Grünen-Bezirkstagsfraktion in Oberbayern, benannt nach der bekannten Figur des Buchbinders Wanninger von Karl Valentin. Die Grünen vergeben den mit 1000 Euro dotierten Preis an Personen und Institutionen aus Kunst und Kultur und achten dabei eigener Aussage zufolge auch auf die politische und soziale Dimension der ausgezeichneten Arbeit.

Jury würdigt Musik-Förderung der Subkultur Fürstenfeldbruck

Ganz frisch eingetroffen ist dagegen die Nachricht, dass die Subkultur den Bayerischen Popkulturpreis 2017 bekommt – eigentlich wollte Pronnet den anderen Mitgliedern auf ihrer Geburtstagsfeier die frohe Kunde mitteilen, doch da war die Nachricht schon im Netz bekannt geworden.

Gewonnen hat die Subkultur in der Kategorie „Nachhaltigkeit“. Damit würdige man die „mehrere Jahrzehnte andauernde Arbeit“ der seit 1994 bestehenden Subkultur im Bereich Musik-Förderung, so der Verband für Popkultur in Bayern. Außerdem berücksichtigt wurden von der Jury das Engagement der Brucker in der Alkoholprävention (beim HaLT-Festival) und für den Denkmalschutz des Alten Schlachthofes.

Zwei Stadträte sorgen für Preis-Regen beim Brucker Verein

Bei der Subkultur habe man sich gefreut, dass man wieder einmal Aufmerksamkeit für die inhaltliche Arbeit und nicht wegen des maroden Schlachthofs bekomme, erzählt Aline Pronnet. Das Stichwort Nachhaltigkeit passe dabei gut, sagt sie: Mittlerweile habe man die „Kids der Gründungsmitglieder von 1994“ im Verein – eine ganze Generation lang fördert die Subkultur also schon die Musikszene in der Kreisstadt. Die Begeisterung für diese Arbeit werde dabei immer wieder an die neuen Vereinsmitglieder weitergegeben, sodass sich die Funktionärsebene regelmäßig erneuere.

Was mit dem gewonnenen Preisgeld genau passiert, das muss der neue Beirat entscheiden, der turnusgemäß im Dezember gewählt wird. Möglicherweise wird das Geld für den laufenden Betrieb verwendet, die Vorsitzende könnte sich aber auch vorstellen, dass man in die defekte Heizung investiert.

Kurioserweise haben zwei Brucker Stadträte unabhängig voneinander dafür gesorgt, dass die Subkultur die Preise gewonnen hat. Jan Halbauer (Grüne) nominierte die Subkultur für den „Wanninger“, Phillip Heimerl (SPD) schlug den Verein als Büroleiter des Landtagsabgeordneten Herbert Kränzlein für den Popkultur-Preis vor.

Die Preisverleihung

für den „Grünen Wanninger“ findet am Samstag, 4. November, von 11 bis 13 Uhr im Stadtsaal Fürstenfeldbruck statt. Den Bayerischen Popkulturpreis bekommt die Subkultur am Dienstag, 5. Dezember, um 15 Uhr im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks verliehen.

von Fabian Dilger

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