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Der Favorit der Bürger: Das Dach des sogenannten Loops wäre begehbar.

In Fürstenfeldbruck

Gutachter zerpflückt Viehmarkt-Pläne

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Jahrelang hatte man in Bruck über die Zukunft des Viehmarktplatzes diskutiert und gestritten, was das Zeug hält. Doch zuletzt konnte man sich auf ein paar Pläne einigen. Nun hat eine Fachfirma die Varianten untersucht. Das Urteil ist verheerend. 

Fürstenfeldbruck – Es ist ein Rückschlag für die Neugestaltung des Brucker Viehmarktplatzes. Eine Fachfirma hat der Stadt ein vernichtendes Gutachten für die zwei verschiedenen Konzepte ausgestellt, auf welche man sich in mehreren Workshops verständigt hatte. „Beide rechnen sich nicht“, sagte Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) bei einem Pressegespräch am Dienstagnachmittag. 

Im Februar hatten Architekten bei einer Bürgerbeteiligungsstunde ihre Modelle für den Viehmarktplatz vorgestellt. Die eine Variante sah vor, auf dem nördlichen Teil des Areals eine klassische Markthalle zu errichten. Der andere Entwurf: ein schlangenartiges Gebäude namens Loop an selber Stelle. Den Planern schwebte ein modernerer Bau in Form eines Dreiviertelkreises mit begehbaren Dach und modularen Marktständen vor. Dahinter an der Pucher Straße soll ein Turm mit mit Café, Gastronomiebetrieben und Wohnungen in die Höhe schießen und eine Zufahrt zur Tiefgarage nach unten führen. 

Den Bürgern gefiel vor allem das zweite Konzept. Anschließend hat eine Fachfirma hat für die Stadt die Wirtschaftlichkeit der Pläne errechnet. Das Urteil ist verheerend. Offenbar sind die Entwürfe – etwa zum Verkaufsraum – zu kleinteilig geplant. Damit es sich rentiert, müsste die Stadt ein noch größeres Objekt zur Verfügung stellen. Die Markthalle fällt komplett durch. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro, die für den Loop auf 3,8 Millionen Euro – ohne Turm und Tiefgarage. Wenn, dann könne man den Loop realisieren, weil diese Variante variabler sei, sagte Raff. Er betonte aber auch: „Es kann nicht die Aufgabe der Stadt sein, Gebäude zu errichten, die sich nicht rechnen.“

 Gleichwohl gibt es ein Fünkchen Hoffnung im Rathaus, dass die Pläne doch noch realisiert werden könnten. Derzeit versucht Wirtschaftsförderin Aliki Bornheim, mögliche Investoren und Mieter zu finden, die den Bau ohne Beteiligung der Stadt finanzieren. Zweiter Bürgermeister Christian Götz (BBV) sagte, man spreche mit den „üblichen Verdächtigen“. Vielleicht finde man eine Lösung. Doch was wenn nicht? Raff sagte: „Dann kommt nichts.“ Wenn sich keine Investoren finden, bleibe der Viehmarkplatz erst einmal so, wie er ist.“

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