Ältere Dame vergisst nach Klinikbesuch, wo das Auto geparkt ist

Tut gut, so eine gute Tat am Tag

  • Peter Loder
    VonPeter Loder
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Täglich erscheint in der Printausgabe des Fürstenfeldbrucker Tagblatt eine Glosse unter dem Titel „Ganz nebenbei“. Diesmal war das Erlebte anfangs gar nicht so lustig.

Es fühlt sich gut an, so eine gute Tat pro Tag für den Tagblatt-Reporter (okay, nicht an jedem). Der Dank der älteren, in Bruck etwas ortsunkundigen Dame war jedenfalls aufrichtig und herzlich, als ihr vermisstes Auto von der Redaktions-Spürnase entdeckt wurde. Doch der Reihe nach.

Nach dem Besuch in der Kreisklinik, wo sie aufgeregt auf die (am Ende gute) Nachricht über den Verlauf ihrer Krebserkrankung wartete, hatte die Frau vergessen, wo sie ein paar Stunden zuvor ihren VW-Golf abgestellt wurde. Verzweifelt suchte die leicht gehbehinderte Patientin die Gegend ab. An einer Nebenstraße erschöpft an einem Gartenzaun lehnend, wurde sie von der Ehefrau des Tagblatt-Mitarbeiters angesprochen und mit nach Hause genommen. Der von dort abgesetzte Hilfe-Anruf mit Durchgabe des Kennzeichens erreichte die Redaktion. Die flugs gestartete Suchaktion hatte Erfolg: Das Auto stand nicht wie vermutet irgendwo am Straßenrand, sondern war ordnungsgemäß an einem Großparkplatz abgestellt. Wobei: Ordnungsgemäß ist nicht ganz richtig, denn die Frau hatte übersehen, dass es ein gebührenpflichtiges Gelände war. Den Zehn-Euro-Strafzettel verschmerzte sie aber mit einem dankbaren Lächeln.

Nun stellte sich auch heraus, woher die plötzliche Verwirrung kam. Sie hatte die Klinik in die entgegengesetzter Richtung verlassen als sie gekommen war. Zum Glück ist Bruck ein Dorf.

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