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Ein Teil des Parks.

Der Rechtsstreit steht im Raum

Haeusler-Anwalt: „Wir werden zu einer Klage gezwungen“

Fürstenfeldbruck - Eigentlich sollte ein Kompromiss bei der Erschließung der geplanten Kita im Kester-Haeusler-Park die Anwohner des nahen Karl-Trautmann-Wegs ein wenig versöhnen. Doch deren Anwalt macht nun klar, was die Anwohner von der jüngsten Stadtratsentscheidung halten: Rein gar nichts.

Erst vor einigen Tagen hatte das Gremium dem Bau der sechsgruppigen Kita mit mehr als 100 Plätzen endgültig zugestimmt. Deswegen könnte es zu einem Rechtsstreit kommen. Seit Juli lassen sich die Anwohner, die mit der Zufahrt und den Parkplätzen nicht einverstanden sind, von einem Anwalt vertreten.

Eine „völlig misslungene“ kosmetische Maßnahme sei die Planung der Stadt, vier Mitarbeiter-Parkplätze vom Süden des Kinderhauses in den Norden zu verlegen, sagt der Anwalt der Eigentümergemeinschaft. „Es ist kein Kompromiss, sondern Schminke.“ Mit dieser Maßnahme wollte die Stadt zumindest ein wenig den Sorgen der Anwohner entgegenwirken, die ein Verkehrschaos durch die Erschließung des geplanten Kinderhauses über die Dachauer Straße und eine Zufahrt parallel zum Karl-Trautmann-Weg befürchten.

Zwar hatte die Stadt ein Verkehrsgutachten eingeholt, welches die Maßnahme als ausreichend beurteilt. Doch das nur die Mitarbeiterparkplätze weg von den Anwohnern verlegt wurden, finden diese nicht ausreichend. Den meisten Verkehr würden doch die Eltern verursachen. Für den Anwalt der Betroffenen ist grundsätzlich klar: „Man kann diese Erschließung dort so nicht vornehmen. Das ist doch vorgezeichnet, dass es dort ein Verkehrschaos gibt.“ Die Verlegung der Mitarbeiter-Parkplätze lasse den „Geburtsfehler“ der gesamten Planung an diesem Standort außer Acht – eine Erschließung könne nämlich nicht über das „Mausloch“ Karl-Trautmann-Weg laufen. Seine Klienten seien weiterhin mit den Planungen überhaupt nicht zufrieden und werden demzufolge ihre Einwände bei der erneuten Auslegung des Bebauungsplanes noch einmal vorbringen.

Dass das nicht das Ende der Fahnenstange sein dürfte, deutet der Rechtsanwalt mit Blick auf eine mögliche Klage ebenfalls an: „Es ist nicht unser Ziel, vor Gericht die Waffen zu kreuzen. Doch wir werden letztlich dazu gezwungen.“ Er verweist auch auf den wachsenden Widerstand innerhalb des Stadtrates selbst: „Je länger sich der Stadtrat damit beschäftigt, desto mehr Stadträte erkennen, dass man den falschen Weg beschreitet. (fd)

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