Haltestellen sollen barrierefrei werden.
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Haltestellen sollen barrierefrei werden.

Landkreis Fürstenfeldbruck

Bus-Haltestellen auf dem Prüfstand

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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Das Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird im Landkreis immer weiter ausgebaut. Busse fahren mittlerweile auch die kleinsten Weiler an - und nicht immer sind die Haltestellen optimal.

Fürstenfeldbruck - In die Fahrzeuge – oder wieder heraus – zu kommen, gestaltet sich gerade für Menschen mit Behinderung oder Fahrgäste mit Kinderwagen oft nicht einfach. Welche Haltestellen wie ausgestattet sind und ob sie barrierefrei sind, sollen Fahrgäste bald per App oder über das Internet prüfen können. Der Landkreis startet dazu jetzt gemeinsam mit dem Freistaat eine Erhebung. „Damit können wir den digitalen Fahrgast-Service im Öffentlichen Nahverkehr weiter verbessern und jederzeit auf ein wichtiges neues Arbeitstool zum effizienten Mobilitäts-Ausbau zugreifen“, so Landrat Thomas Karmasin.

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) betreut im Auftrag des Freistaates das „Durchgängige elektronische Fahrgastinformations- und Anschlusssicherungssystem (DEFAS)“. Dieses versorgt auch den Landkreis und dessen Verkehrsunternehmen mit wichtigen Informationen in Apps, Webseiten, Fahrzeugen und Haltestellenanzei-gern. Die elektronische und fotografische Erfassung von Haltestellen und deren Merkmalen, auch zum barrierefreien Ausbauzustand, übernimmt eine Consulting-Firma zusammen mit dem Landratsamt. Augenmerk wird dabei unter anderem auf den Befestigungsgrad des Bodens, die korrekte Verortung, Bodenindikatoren, Länge der Wartefläche, Art und Höhe von Bordsteinen, Sitzplätze oder mögliche Engstellen gelegt.

Zuständig für die Haltestellen sind die Kommunen. Sie müssen alle Stationen barrierefrei ausbauen. So will es das Personenbeförderungs-Gesetz in Bayern. Die Städte und Gemeinden werden laut Landratsamt von dem vom Landkreis verabschiedeten Nahverkehrsplan unterstützt. Darin ist der einheitliche Standard zur Barriere-freiheit der Haltestellen festgelegt.

Die Zahlen zeigen, dass die Kommunen noch viel zu tun haben. Lediglich 37 Haltestellen im Landkreis sind bisher barrierefrei. Insgesamt gibt es rund 400.

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