3. Bundesliga

Brucks Handball-Panther bespuckt und beschimpft

Fürstenfeldbruck - Die Pass-Affäre hat bei Brucks Drittliga-Handballern offenbar tiefere Spuren hinterlassen als befürchtet. Nach der 25:32-Auswärtsniederlage in Großsachsen, bei der die TuS-Delegation auch noch bespuckt und übel beschimpft wurde, stehen Tage der Ungewissheit bevor.

Lange mitgehalten, am Ende klar mit 25:32 (15:16) verloren. Die Handballer des TuS Fürstenfeldbruck unterlagen beim ohnehin schon bekannt heimstarken TV Großsachsen. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Am Ende haben einfach die Alternativen gefehlt“, resümierte Trainer Martin Wild. In wie weit der drohende Punktabzug für die Niederlage verantwortlich war, wollte Wild nicht beurteilen. „Ich kann nicht in die Köpfe meiner Spieler reinschauen.“

In der engen Halle überspannten die rund 300 Zuschauer auch mal den Bogen. Entsprechend hektisch wurde es auf dem Feld. „Es gab sogar einen Kopfstoß und Spuck-Attacken“, berichtete Wild. Das Schiedsrichter-Gespann sei der Situation nicht immer gewachsen gewesen. Und die Brucker haben bei ihrer dritten Saisonniederlage auch keinen kühlen Kopf bewahrt. „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen“, monierte Wild.

Kurz vor der Pause vergab Sebastian Meinzer einen Siebenmeter. Die Hausherren nutzten dagegen ihre letzte Chance und gingen mit einer knappen 16:15-Führung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel ließen sich die Brucker zunächst nicht abschütteln. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss verkürzte Meinzer auf 22:23. Doch Großsachsen hatte deutlich mehr zuzusetzen und baute den Vorsprung vorentscheidend auf 28:23 aus. Korbinian Lex und der nach seiner unverschuldeten, vom Verein zu verantwortenden Pass-Affäre im Blickpunkt stehende Youngster Alexander Leindl brachten den TuS noch einmal auf drei Tore heran. Das hohe Risiko im Anschluss wurde jedoch mit vier Gegentreffern innerhalb von zwei Minuten bestraft.

Nicht ausgeschlossen, dass die TuS-Männer am nächsten Samstag das Drittliga-Date in der Wittelsbacher Halle mit Gröbenzells HCD-Frauen als Drittletzte der Tabelle in Angriff nehmen müssen. Bis vor wenigen Tagen war der TuS noch ein Meisterkandidat. Das ist er als aktueller Tabellendritter zwar noch immer. Doch das könnte sich schlagartig ändern. Am Montag wird in der Zentrale des Deutschen Handball-Bundes (DHB) in Dortmund die Stellungnahme der TuS-Verantwortlichen erwartet. Noch im Verlauf dieser Woche hat der Verband eine Entscheidung angekündigt. Selbst zuletzt noch optimistische TuS-Funktionäre rechnen mittlerweile mit dem Allerschlimmsten. Und zwar mit einem dermaßen massiven Punkteabzug, der die Brucker von einer Minute auf die andere in größere Abstiegssorgen stürzen könnte.

Tobias Huber/Peter Loder

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