Pfälzisch und feinherb: Beim Weinfest vor drei Jahren gab es unter anderem einen 2012er Rotwein.

Brucker Heimatgilde 

Mehr Musik auf dem Weinfest

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Das Weinfest der Brucker Heimatgilde ist eine Institution. Es findet heuer zum 24. Mal statt. Und in diesem Jahr ist das Bühnenprogramm größer als jemals zuvor.

Fürstenfeldbruck – Das Weinfest der Heimatgilde ist – gerade für Brucker, die jünger als 30 sind – ungefähr so wie die Amper: Es ist schon immer da. Vor fast einem Vierteljahrhundert hat die Stadtverwaltung das erste Weinfest aus der Taufe gehoben. Wenig später übernahm die Heimatgilde die Organisation. Das Weinfest hat sich daraufhin zu einer festen Institution entwickelt.

Nun geht es in die 24. Runde. Von Donnerstag, 15., bis Sonntag, 18. Juni, verkaufen im Stadtsaalhof des Veranstaltungsforum Fürstenfeld zehn Winzer ihre edlen Tropfen. Sie alle stammen aus der Südlichen Weinstraße, ein Landkreis im Süden von Rheinland-Pfalz. Zudem gibt es einen Flammkuchen-Stand sowie weitere Schmankerl aus Südwestdeutschland.

Hinzu kommt ein Bühnenprogramm, das heuer größer ist als je zuvor. An jedem Abend treten Musik- oder Showtanzgruppen auf, darunter die Band Soul Crew, die Stadtkapelle oder die Sängerin Edith Prock. Außerdem präsentieren Brucker Klamottengeschäfte die neuesten Trends auf einer Modenschau. Mit dem umfänglichen Kulturprogramm wollen die Veranstalter die unterschiedlichsten Genres bedienen. „Es soll für jeden was dabei sein“, sagt Gildemeister Daniel Brando.

Traditionell ist die Veranstaltung gut besucht. Im vergangenen Jahr kamen 8000 Menschen in den Klosterhof. Die Zahlen hängen freilich auch vom Wetter ab. Der Gildemeister ist zuversichtlich. Die Prognosen sehen bisher ganz gut aus. Sollte es regnen, gehen die Musik- und Tanzauftritte in der Tenne über die Bühne, wo es ausreichend überdachte Sitzplätze gibt. Es sei immer ein großer Durchlauf, „vom Enkel bis zum Opa“, sagt Brando. Er spricht von einem „Fest für die Familie“.

Das Event hat inzwischen eine lange Geschichte. Bei den Veranstaltern legt man Wert auf Tradition. Die Heimatgilde lädt immer wieder dieselben Winzer ein. Diese stammen alle aus der Pfalz. Warum genau das so ist, weiß Brando auch nicht. Man habe sich von Anfang an gut mit den Weinbauern verstanden, sagt er. Außerdem: „Der Wein ist einfach gut.“

Da einige Winzer schon seit Jahren nach Bruck kommen, haben sie sich eine Stammkundschaft aufgebaut und reisen wohl gerne in die Kreisstadt. Die Warteliste für einen Verkaufsplatz auf dem Weinfest sei jedenfalls lang, sagt Brando. Die Verkäufer seien auch stets gerne bereit, über die Herstellung die Eigenheiten der Rebsorten zu berichten. „Egal, ob man selbst Weinkenner ist oder nicht.“

Brando zählt nach eigener Aussage eher zu denen, die sich weniger mit dem vergorenen Saft der Beeren auskennen. Sein persönliches Highlight des Weinfestest sei der Auftritt der Live-Band am Samstagabend. Er sagt: „Es ist toll zu sehen, wenn jung und alt gemeinsam tanzen.“

Infos zum Programm

finden Interessierte im Internet unter www.heimatgilde-ffb.com.

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