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Erich Raff (CSU)ist momentan deramtierende Bürgermeister.

Nachwehen des Zirkus-Streits

„Hetzkampagne“: Bürgermeister rügt SPD-Stadtrat

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Fürstenfeldbruck – Der Zirkus Louis Knie hinterlässt, auch nachdem er die Stadt verlassen hat, tiefe Furchen in Bruck.

In der jüngsten Sitzung hat sich der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) in einem Schreiben über das Verhalten von Stadtrat Axel Lämmle (SPD) geäußert. Auf dem Papier – das den offiziellen Briefkopf der Stadt trägt – teilt er mit: „Die Verwaltung wurde von mir beauftragt, Verstöße seitens Herrn Lämmle gegen die Geschäfts- und Gemeindeordnung zu überprüfen.“ Sprich: Die Verwaltung soll klären, ob Lämmle zu weit gegangen ist.

Der Fahrlehrer hatte sich vehement gegen den Verbleib des Zirkusses in Bruck eingesetzt. Unter anderem hat Lämmle im sozialen Netzwerk Facebook darauf hingewiesen, dass die Stadt – momentan vertreten von Raff – dem Zirkus das Bleiberecht eingeräumt hatte. Er veröffentlichte sowohl Rathaus-Mailadressen als auch Telefonnummern und rief dazu auf, sich bei Raff zu melden.

Raff bezeichnet das in seinem Schreiben als „Hetzkampagne“. Lämmle unterstelle ihm „auf diffamierende Weise fehlendes Demokratieverständnis“, weil er dem Zirkus die Genehmigung, gegen den Beschluss der Stadt, Zirkusse mit Wildtieren nicht zuzulassen, gegeben hatte. „Dagegen verwehre ich mich“, schreibt Raff. Seine Entscheidung sei von der Rechtsaufsicht geprüft und nicht beanstandet worden.

Weiter wehrt sich Raff dagegen, dass Lämmle ihn nach einer Ausschuss-Sitzung auf Facebook zitiert hatte. Das sei mit der Absicht geschehen, sein „Ansehen in der Bevölkerung zu diffamieren“, meint Raff. Zu seinen Worten – er habe unsachliche Mails als Müll bezeichnet – stehe er jedoch, so Raff. Die vernünftigen Zuschriften habe er beantwortet.  

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