Hat Angst, dass die Halbinsel am Amperstausee verschwindet: Elisabeth Spanner mit ihrem Hund Poldi. foto: Weber

An der Amper in Bruck

Hilfe, die Halbinsel verschwindet

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Fürstenfeldbruck – Die Halbinsel am Amperstausee ist beliebt bei den Spaziergängern. Oft sind alle Sitzbänke dort besetzt. Einer Bruckerin ist jetzt aber etwas aufgefallen, das sie traurig macht.

Elisabeth Spanner wohnt seit 1961 in der Großen Kreisstadt. Es vergeht kein Tag, an dem die Rentnerin nicht mit Hund Poldi an der Amper entlang spazieren geht. Schließlich braucht der Golden-Retriever-Mischling Auslauf. Und Elisabeth Spanner genießt die langen Ausflüge in die Natur rund um Bruck. Doch seit einiger Zeit beobachtet sie etwas, das ihr ganz und gar nicht gefällt. „Es macht mich traurig“, sagt sie. Ihr sei aufgefallen, dass die Halbinsel am Amperstausee gegenüber des Minigolfplatzes immer mehr weggeschwemmt wird.

„Da sind bestimmt schon 50 bis 60 Prozent vom Kies nicht mehr da“, sagt Elisabeth Spanner. Und sie fragt: „Warum wird das nicht befestigt?“ Immerhin haben die Stadtwerke erst unlängst einen Teil des Damms saniert. „Das hätte man doch in diesem Zuge machen können“, meint Spanner. „Immerhin wollen sich die Spaziergänger doch auch mal hinsetzen.“ Die Rentnerin sagt: „Die Stadtwerke lassen die Halbinsel verkommen.“ Deshalb hat sie sich auch schon an das Unternehmen gewandt. „Aber ich habe keine Antwort bekommen.“

Auf dem Tisch von Christian Wiegner ist die Anfrage jedenfalls nie gelandet, wie der Abteilungsleiter für Rohrnetze und Erzeugungsanlagen sagt. Denn sonst hätte er Elisabeth Spanner wohl erklärt, dass die Dämme in Fürstenfeldbruck regelmäßig überprüft werden. Ein Mitarbeiter geht einmal im Monat sämtliche Flächen ab, für die die Stadtwerke zuständig sind. Dabei sei nichts Gravierendes aufgefallen.

Zusätzlich erklärt der Experte, dass die Halbinsel kein Damm ist. Und mit dem Hochwasserschutz – den das Unternehmen überwachen muss – also nur am Rande etwas zu tun hat. „Das Areal ist ein Vorbau des Dammes.“

Man müsse bedenken, dass sich das Ufer der Amper immer verändere. „Am Stausee ist das wegen der geringen Strömung allerdings weniger der Fall“, fügt Wiegner hinzu. Der Stadtwerke-Mitarbeiter versteht jedoch, dass sich Elisabeth Spanner ärgert. „Es ist klar, das in einem solchen Fall Druck aus der Bevölkerung kommt.“

Die Rentnerin wird von Wiegners Aussage wohl nur wenig beeindruckt sein. Mit Hund Poldi, der nach Prinz Leopold benannt ist, wird sie aber weiterhin an der Amper spazieren gehen. „Es wäre schade, wenn das Stück irgendwann ganz verschwindet“, sagt sie.

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